Forum für Camper-Selbstausbauer!

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#1
Hallo,
leider ist bei meinem Ausbau das zulässige Gesamtgewicht problematisch.
Normalerweise wird der Innenausbau ja mit Pappelsperrholz gemacht.
Das liegt ja zwischen 7 und 8 Kg/m².
Hat jemand Erfahrung mit Sandwichplatten?
MfG
Andreas

Ps: wo bekommt man in Berlin günstig Pappelsperrholz für den Ausbau wenn anderes nicht möglich?
#2
Ich habe den Vorteil, selbständiger Tischler zu sein, und habe alle meine Pappelsperrholzplatten bei der ZEG Holz gekauft. Die hat auch in Berlin Niederlassungen.
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#3
Frank @997 hat j for Tür für die Nasszelle mit Styrodur Kern und HPL beidseitig zusammenleimen lassen, ist sehr leicht geworden. Kann man auch selbst machen, zum Beispiel mit Vakuum. Sonst, wenn nötig, fräsen viele einfach von der Rückseite Material aus.
LG
Tommy
#4
T.Larsen hat geschrieben: vor 2 Monate Frank @997 hat j for Tür für die Nasszelle mit Styrodur Kern und HPL beidseitig zusammenleimen lassen, ist sehr leicht geworden.
Hi Tommy,

stimmt nicht ganz ... ist eine Kombination von Pappel innen und Multiplex als Rahmen, die dann mit Duropal beklebt habe (bzw. habe bekleben lassen)

Hier kann man das sehen

Gruß, Frank
#5
Herzlichen Dank euch allen und vor allem @ Martin für dein Angebot.
Ich bin ja erst seit kurzem hier im Forum und habe noch nicht alle Tagebücher durch;
aber wie sieht es bei euch mit dem zusätzlichem Gewicht aus?
Wir hatten sonst immer ein Motorrad und andere "Gimmiks" mit dabei.
Alles zusammen, ohne die Sachen der Jugend, schon allein mindestens 500 Kg!
Da bleibt für den Ausbau wenig.
#6
Die besten Preise habe ich immer bei Abnahme ganzer Platten (ca. 250x180cm) direkt vom Holzhandel bekommen. Ich hab für 15er Pappelsperrholz B/BB bei Klöpferholz rund 75 € brutto bei Selbstabholung bezahlt. Baumarkt ist deutlich teurer. Also einfach mal beim nächsten Holzhandel fragen. Die machen ihre Preise meistens nicht öffentlich.

Gruß Thomas
#7
997 hat geschrieben: vor 2 Monate
T.Larsen hat geschrieben: vor 2 Monate Frank @997 hat j for Tür für die Nasszelle mit Styrodur Kern und HPL beidseitig zusammenleimen lassen, ist sehr leicht geworden.
Hi Tommy,

stimmt nicht ganz ... ist eine Kombination von Pappel innen und Multiplex als Rahmen, die dann mit Duropal beklebt habe (bzw. habe bekleben lassen)

Hier kann man das sehen

Gruß, Frank
Oh sorry, ich habe durch die helle Farbe Pappel für Styrodur gehalten :rolling_eyes:
#8
@Andolini Thomas, der Preis ist sehr realistisch. Ich habe gerade mal die 15mm durchgerechnet, ich müsste dafür 77€ in Rechnung stellen - bei Selbstabholung.

@T.Larsen Tommy, das war ich. Ich habe die Wände meiner Duschkabine aus selbst verleimter Sandwichplatte gebaut: Rundum ein Rahmen aus 25mm breiten Pappelleisten, gefüllt mit XPS, alles zusammen 15mm dick, dann beidseitig HPL mit PU- Kleber drauf. Verleimt zwischen zwei alten Türblättern, mit einer kleinen Armada an Zwingen und einigen Leisten und Klötzen, um auch in der Mitte Druck ausüben zu können.
Vorteil: Deutlich fühlbar leichter als Pappelsperrholz. Das erkauft man sich aber mit einer ganzen Reihe von Nachteilen:
Durchstoßempfindlich! Wenn die Deckschicht einmal nachgibt, hat der Kern dem absolut nichts entgegenzusetzen.
Splitterempfindlich! Saubere Bohrungen und Schnitte sind, mangels stabilem Kern, fast unmöglich. Damit einhergehend der dritte Punkt:
Praktisch nicht verschraubbar! Spröde Oberfläche, Schaumkern - da hält nix. Die beiden letzten Nachteile kann man sehr gut mit sorgfältiger Planung angehen und beim verleimen dort, wo es nötig wird, in den Kern Pappelsperrholz statt Styrodur einsetzen. Macht es natürlich wieder etwas schwerer, aber lösbar, das Problem. Alternativ gibt es noch verschiedene Schraubenkleber bzw. Injektionskleber ("flüssiger Dübel"), aber da müsste man die Verträglichkeit mit dem Styrodur prüfen, und die Lastverteilung ist mMn. auch viel zu gering.
Teuer! Es gehen für eine gute, vollflächige Verklebung Unmengen an PU- Kleber drauf. Dabei unbedingt einen verwenden, der nicht stark schäumt, das schaffen sonst die Türblätter nicht, geradezuhalten (oder eine echte Furnierpresse verwenden), und unbedingt wässern (einsprühen), der Kleber braucht das Wasser als zweite Komponente zum aushärten.
HPL- Schichtstoff ist auch nicht unbedingt superbillig. Dazu die Handhabung des 0,8mm dünnen, wabbeligen und doch gleichzeitig splitterbruchgefährdeten Materials - schon für mich in der Tischlerei eine haarige Angelegenheit. Besser wäre das Handling zu viert :rolling_eyes:
Aufwändig! Wenn man das alles zusammennimmt, jede Platte einzeln plant, das XPS in der Hobelmaschine auf 15mm oder jede andere gewünschte Dicke bringt, die ganzen Leistenrahmen anfertigt, Einleger für die belasteten Punkte anrichtet und vorfixiert, dann das XPS drumrum bastelt und schließlich verleimt, anschließend die HPL- Überstände entfernt, die Kanten behandelt... da kommt was zusammen! Ich möchte nicht unbedingt kalkulieren, was ich da für einen m² verlangen müsste!

@Mirqua Andreas, nun zu deiner allgemeinen Gewichtsfrage. Zuerst die Gegenfrage: Welche Größe hat denn dein Crafter? Und kannst du auf eine Waage fahren, um das Leergewicht halbwegs genau zu ermitteln? Und: Aus deiner Vorstellung schließe ich, dass du möglicherweise noch mehr als 3,5t fahren darfst. Käme für dich eine Auflastung auf 3,88t (sollte ohne technische Änderungen möglich sein) in Frage?

Aus meiner Erfahrung: Ich hab den Crafter mit 7m Länge (4,30m Innenlänge) und normalem Hochdach (H2), dabei auch schon mehr drin, als nur das Nötigste (Duschkabine, Trenntoilette, 320Wp Solar, 200Ah Lithiumakku, Kühlbox, normale (schwere) Matratze etc etc etc.), und bei 3,5t noch 400kg Zuladung. Wassertankfüllung 70l ist im Leergewicht schon drin, voller Dieseltank und 80kg Fahrer ( :rofl: ) auch.
Mein Ausbau ist absolut konsequent mit möglichst dünnem Pappelsperrholz ausgeführt, aber mit Ausfräsungen, bspw. in den 15mm dicken senkrechten Möbelseiten, wäre immer noch einiges an Potential zur Gewichtseinsparung.
Wenn du jetzt von Anfang an alle Register ziehst, sind meiner Meinung nach noch gut 100kg Einsparung möglich, eventuell sogar mehr. Dann noch die Auflastung, und du bist extrem gut unterwegs.

Wenn das noch konkreter werden sollte, müsstest du wohl echt mal einen Ausbauthread, oder wenigstens einen Vorüberlegungsthread, starten, denn das geht weit über die Leichtbauplatten hinaus. Dort solltest du bitte neben deinen konkreten Ansprüchen (bspw. Dusche ja/nein, Solar ja/nein/wieviel, Akku wie groß, Budget) auch deine Ausstattung und Fähigkeiten mit schildern. Mit ein paar mehr Fertigkeiten, Mschinen, etwas Platz, ein wenig Budget und viel Zeit kann man nämlich ne ganze Menge erreichen!
T.Larsen, vancool'o gefällt dies
#9
Hallo Martin,
danke für deine ausführliche Erklärung.
Für mich ist mittlerweile Zeit ein sehr wichtiger Faktor.
Kaufe ich die fertigen Platten von Reimo zusammen mit den Profilen
so bin ich relativ schnell vertig; Platten selber leimen, fräsen, etc kostet
viel Zeit die ich besser nutzen kann. Die fertigen Kunststoffplatten sind mir mit 24mm zu dick
und auch nur etwas leichter.

Zum Gewicht:
bei meinem mittellangen Crafter ist eine Auflastung auf 3,8 to möglich,
ist aber nur mit z.B. Luftfederung möglich.
Motorrad und Motorradträger sind auch nur bedingt Leichtgewichte.
Auf der Waage war ich und es sind nur ca 1300 kg Zuladung möglich; ohne Auflastung.
Rechnet man jetzt 4 Personen ab bleibt ne Tonne übrig.
Das dürfte auch der Grund sein warum Ausrüster bestimmmte Crafter, wir den 4Motion, nicht mehr
im Programm haben.

Momentan habe ich noch etwas Zeit, mein Goldstück ist beim Aufhübschen :sunglasses:
#10
Mirqua hat geschrieben: vor 2 MonateMotorrad und Motorradträger sind auch nur bedingt Leichtgewichte.
oh oh, damit wird dat eng werden!
Nicht allein in Bezug auf das zulässige Gesamtgewicht, sondern beides (ich geh' jetzt mal versimpelt von ca. 250kg dieser "Anbaukomponenten" aus) in Bezug auf die max. Achslast der Hinterachse:
Da drücken dann nicht nur Moped plus Anbauträger, dazu kommt auch noch per Hebelwirkung (Last x Lastarm) eine Verschiebung des Gesamtschwerpunkts zur Hinterachse hin, die - ohne Auflastung der Hinterachse - so bei allen mir[!] bekannten Kastenwagenmodellen zu einer signifikanten Überladung derselben führt.