Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

Tagebücher die den Camperausbau beschreiben
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#1
Hallo Leute !

Ursprünglich hatte ich dieses Tagebuch ab März 2015 in einem Forum eines anderen Betreibers geführt. Ich habe mich bemüht, die Schritte meines Ausbaus ausführlich zu beschreiben, um den interessierten Lesern Anhaltspunkte und Hilfestellungen für ihre eigenes Ausbauprojekt zu geben. Viele Kommentare anderer Nutzer sind in mein Tagebuch eingeflossen.

Irgendwann ist es dann mal notwendig geworden, sich ein neues Forum für die Dokumentation zu suchen und ich bin hier gelandet :D

Aus urheberrechtlichen Gründen ist eine 1:1 Übernahme des alten Tagebuchs in dieses Forum hier nicht möglich, so dass dieses Tagebuch hier nun eine gekürzte Fassung darstellt. Beiträge von Nutzern des alten Forums, von denen ich eine schriftliche Zustimmung habe, dass ich deren Inhalte hier weiterverwenden darf, habe ich übernommen und möchte mich ausdrücklich für deren Zustimmung bedanken.

Der gesamte Ausbau hat ungefähr zweieinhalb Jahre gedauert. Um dem Leser eine Vorstellung über die zeitliche Abfolge zu geben, habe ich einzelne Beiträge mit einer Monats-/Jahresangabe gekennzeichnet.

Nun gehts aber los .......
mrt gefällt dies
#2
März 2015

Wie schon bei meiner Vorstellung berichtet, haben wir das gute Stück in dieser Woche vom Gebrauchtwagenhändler abgeholt und nach Hause gebracht. Es ist die 100-kW-Ausführung mit 55.000 km Fahrleistung. Obwohl er, bis auf ein Radio (leider) keine Extras hat, hat er uns aufgrund der Farbe und des Zustandes sofort gefallen.
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Nun zu den uns selbst gesetzten Zielen.

- Ausbau für uns zwei Erwachsene und unsere Tochter
- Betten in Längsrichtung (1 x 200 cm, 1 x 180 cm), hochgesetzt mit großer Garage drunter (mindesten 1 m hoch)
- WC mit Dusche
- Sitzbock 90 cm breit
- absenkbarer Tisch, um die Dinette zum Kinder-Schlafbereich umzubauen
- Fahrer und Beifahrersitz drehbar
- doppelter Fußboden für Versorgungsleitungen und Stauraum im Wohnbereich
- Gasheizung mit Warmwasseraufbereitung
- 80 Liter-Frischwassertnk, 80 Liter- Abwassertank
- Küche
- Solaranlage

Ich glaube, da haben wir uns einiges vorgenommen, oder ? Aber wir haben es zum Glück nicht eilig und ich sehe das eher als mein neues Hobby/Freizeitprojekt als wie "muss schnell fertig werden weil wir im Sommer in den Urlaub wollen"-Hetze

Gruß, Frank
#3
Heute ging es dann auch gleich mal los:
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Nach einer ersten Tasse Kaffee haben wir damit begonnen die Sperrholzverkleidung auszubauen, die Laderaum-Trennwand ausgebaut, den Boden hochgenommen und alles sauber gemacht (alles voller Holzstaub, war mal das Transportfahrzeug einer Möbelbaufirma)

Danach sah er dann so aus:
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Bis wir die Sachen alle ausgebaut hatten, waren wir uns natürlich auch über den wirklichen Zustand in Sachen Rost unsicher. Nun kann ich sagen: alles prima. In den Seitentaschen der Karosserie ist alles sauber, kein Rost zu sehen. Lediglich im Bereich der Hecktür (die unten leider auch ein klein wenig von der braunen Pest befallen ist (so wie bei nahezu allen Sprintern/Craftern)), ist das Bodenblech öberflächlich geringfügig angerostet. Aber das sehe ich nicht als Problem. Etwas mit der Bürste entrosten, mit Fertan einpinseln, Rostschutzfarbe, Hamerit silber, fertig !

Den Seitentaschen werde ich aber trotzdem eine Sonderportion Wachs gönnen und alles schön damit einjauchen
#4
Die Airline-Schinen will ich auch noch demontieren, um sie später in den Boden der Garage einzusetzen. Momentan wehren sie sich noch dagegen, abgebaut zu werden. Sind super an die Längsstreben angeklebt ... da hilft nur Gewalt (und später wieder gerade biegen)

Am Nachmittag haben wir dann noch die ersten Konturen unserer Planung auf den Boden geklebt (mit Tesa-Krepp). Jetzt wissen wir auch, wie die Verstrebungen und die Dachspiegel im Fahrzeug positioniert sind und wo welche Fenstergrößen hinpassen.
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Aber davon später mehr
#5
April 2015


Gestern und heute standen nur Kleinigkeiten auf dem Programm.

Rostbehandlung am hinteren Einstieg. Zum Glück alles nur oberflächlich. Mit Hilfe der Bohrmaschine entrostet und über Nacht mit Fertan eingepinselt.
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Heute Mittag dann das Zeug mit Wasser und einem Schwamm abgewaschen, getrocknet und dann Grundierung gespritzt. Heute Nachmittag dann mit dem schicken silber lackiert (obwohl man das unter der Bodenplatte und der Kunststoffverkleidung nie sehen wird). Alles wieder schön und hoffentlich auch in Zukunft rostfrei.

Dann ging es an die Montage der Rückfahrkamera. Das ist wohl bei den meisten Ausbauern eine der ersten Dinge die umgesetzt werden, oder ? War mir aber auch wichtig .... ist schon besser, wenn man weiß, was da so 7 Meter hinter einem passiert
Bildschirmfoto 2015-04-05 um 18.28.37.jpg


Nachdem ich die Kamera gestern noch silber lackiert habe, war sie dann heute auch schnell montiert. Das Aktivierungs-Signal habe ich von der Zuleitung zum Rückfahrscheinwerfer abgegriffen und die Video-Leitung anschließend nach vorne in das Fahrerhaus verlegt. Dann musste ich "nur" noch einen Zündung-Plus finden ... leichter gesagt als getan. Gefunden habe ich ihn dann am Zigarettenanzünder. Um da ran zu kommen, musste ich fast das ganze Armaturenbrett demontieren

Zwischenzeitlich sah das Armaturenbrett mal so aus
Bildschirmfoto 2015-04-05 um 18.33.42.png


Nun ist aber wieder alles zusammen gebaut, die Kamera und der Monitor tun Ihren Dienst und ich verarzte jetzt erstmal meine Wunden an den Händen :cry:
#6
Hier möchte ich euch mal den geplanten Grundriss vorstellen. Die Anordnung des Waschbeckens und der Toilette im WC ist noch nicht endgültig festgelegt.
Bildschirmfoto 2015-04-05 um 21.03.12.jpg

Nicht wirklich aufregend ... scheint die einzig sinnvolle Aufteilung zu sein, wenn man Längsbetten haben möchte.

Hier auch schon mal der Dachaufbau
Bildschirmfoto 2015-04-05 um 21.01.14.jpg

Das sieht erstmal etwas merkwürdig aus. Liegt aber daran, dass die nutzbare Breite des Super-Hochdaches nur rund 1 m beträgt (wie man in folgendem Bild gut sehen kann)
Bildschirmfoto 2015-04-05 um 21.09.55.jpg
#8
Hallo Markus,

ja stimmt, geht aber wahrscheinlich nicht anders. Ich habe schon den schmalen Gutbock ausgewählt und zusätzlich die Küche angeschrägt. Da werden wir wohl mit leben müssen.

Andererseits sind die Küche und der Gurtbock auch nicht raumhoch. Ich denke/hoffe, das nimmt ein wenig von der Enge gefühlt wieder raus. Wir haben uns das auch auf der Wohnmobilmesse bei anderen Kastenausbauern angesehen. Die haben an der Stelle auch regelmäßig nur 40 cm.

Aber du hast Recht: das ist schon eng

Gruß, Frank
#9
Gestern habe ich übrigens diese Sitzbank von FASP bestellt
Bildschirmfoto 2015-04-11 um 07.19.13.png

Ich habe die Sitzbank hier gekauft

[Externer Link für Gäste nicht sichtbar]

Dort wird sie für 1490 € angeboten. Ohne Bezug noch 200 € günstiger


Sie ist 90 cm breit und damit ist die Durchgangsbreite jetzt gesetzt. Ich habe die Sitzbank ohne Bezug bestellt, weil uns dieser graue Bezug vom Werk nicht gefällt. Das soll dann später, zusammen mit den drehbaren Fahrerhaussitzen, in einem Stoff unserer Wahl bezogen werden. War durch den Verzicht auf den Bezug auch nochmal 200 Euro günstiger, als der sowieso schon gute Preis bei diesem Händler

Vorher habe ich mich bei der DEKRA erkundigt und war mit Fahrzeug und Katalogauszug vor Ort. Der Sachverständige hat mir ein paar Einbauhinweise gegeben und meinte, ich soll dann zur Eintragung wieder vorbei kommen :s10. Ich hoffe nur, er erinnert sich in ein paar Wochen noch daran.

Ich denke schon, dass wir den Küchenbock anschrägen werden. Das ist die einzige Stelle im Kasten, wo dann später auch mal zwei Personen aneinander vorbei kommen. Da zählt jeder cm mehr Bewegungsfreiheit. Aber bis dahin dauert es noch ein wenig. Dieses Wochenende will ich mal mit dem ersten Dachfenster anfangen.

Ach so: ich war diese Woche mal auf der Wage. 2250 kg (1250 kg VA, 1000 kg HA) vollgetankt aber ohne Fahrer. Fahrzeug war komplett leer bis auf den werksseitigen Laderaumfußboden. Der bleibt drin, wird aber anders verbaut.

Für die Achslastberechnung habe ich mir ein kleines Excel-Tool gebastelt, in dem ich das Gewicht und die Einbauposition für jedes eingebaute Teil eingebe und das mir dann die neuen Achslasten und den neuen Schwerpunkt ausgibt. Mal sehen, ob die Berechnung stimmt, wenn ich zwischendurch mal wieder auf die Waage fahre
#10
Heute habe ich das schöne Wetter ausgenutzt und mich an die Ausschnitte für die Dachluken gemacht. Hinten über dem Bett kommt eine Fiamma Vent 50x50 Dachluke rein, im vorderen Bereich ein HEKI 40x40.

Nun habe ich also auch die ersten Löcher ins Auto geschnitten :cry:
Bildschirmfoto 2015-04-11 um 19.59.59.png

Da das Dach leicht gewölbt ist, musste ich die Hilfsrahmen anpassen. Hinten sitzt die Dachluke mittig im Dach, so dass ich den Rahmen links und rechts um ca. 1 cm verjüngen musste. Vorne sitzt das HEKI asymmetrisch im Dach in Richtung der Schiebetür. Darum musste ich auf einer Seite sogar 3 cm mit dem Elektrohobel Material runter holen. Da dadurch natürlich auf der Dachoberseite das HEKI auch 3 cm vom Dach absteht, kommt da noch ein Hilfsrahmen aus Kunststoff zwischen HEKI und Dachoberfläche. Hergestellt habe ich diesen aus den gut bekannte Kunststoff- Schneidebrettern aus skandinavischen Möbelhaus

Der Multiplex-Hilfsrahmen für das HEKI sieht jetzt so aus
Bildschirmfoto 2015-04-11 um 20.07.35.jpg
Bildschirmfoto 2015-04-11 um 20.08.03.png

Und hier noch, das allen Selbstausbauern gut bekannte Schraubzwingen-Ensemble
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