Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

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#11
nur zum Bedenken: eine Schutzkleinspannung wir mit unter 50V definiert. Da liegt ein 64 V modul schon mal drüber. Eine Reihenschaltung käme auf ca.120V Gleichspannung. Das wäre mir bereits unheimlich. Denn, kein Fi kein IT-Netz uijuijui.
Wildfried
#12
Nicht ganz richtig. Schutzkleinspannung liegt bei 50V Wechselspannung oder 120V Kleinspannung.
😉
Aber hast Recht, man müsste den Erstfehler tatsächlich mal durchkalkulieren was da wäre, wenn die 120V am MPPT durchschlagen. Wahrscheinlich viel kaputte Peripherie, dass es zu einem Personenschaden kommt, denke ich allerdings weniger, da der Erdbezug fehlt.
Wäre das Fahrzeug über Landstrom versorgt, ist natürlich auch ein FI/LS verbaut und sogar noch einer nach dem Wechselrichter, der allpolig überwacht.
Rein sicherheitstechnisch mache ich mir da wenig sorgen, da bewege ich mich ja auf bekanntem Terrain.
#15
Erkan, hallo.

Ich bin eigentlich auch Laie, und hatte mir mein Solar-Setup damals irgendwie zusammengewürfelt - und dabei ein paar Entscheidungen "auf gut Glück" getroffen, mit denen ich dann allerdings auch sehr zufrieden bin. Nimm' meine beiden Punkte aber bitte nicht als "wissenschaftliche" Erkenntnis...:

1. Viele kleine Solarregler anstatt einem großen.
Warum: Ich hatte von Leuten gelesen, denen der eine große Regler unterwegs ausgefallen war. Wäre bei mir eine kleine Katastrophe, weil ich oft im Wagen arbeite. So kann bei mir problemlos einer (oder zwei oder drei) der inzwischen fünf Regler ausfallen, die anderen funktionieren dann aber ja weiterhin.

Zudem kann ich so genau den Ertrag pro Modul erkennen (aktuell, pro Tag, historisch). Wenn du alle Module über einen großen Regler angeschlossen hast, wirst du einen Defekt oder sonstige Minderleistung eines einzelnen Moduls wohl nur schwer erkennen können.
Bei deinen sechs Modulen bieten sich 3 Regler nahezu an, war mein erster Gedanke...

Einen Nachteil mehrerer kleiner anstatt einem großen MPPT-Regler konnte ich bislang nicht erkennen, auch preislich nicht. Naja, jeder Solarregler verbraucht etwas Strom (Status-LED und so), aber das dürfte im Millibereich liegen.


2. Parallel vs Reihe
Ich habe zwei 120W-Module testweise in Reihe und Parallel angeschlossen, und konnte beim Ertrag keinen Unterschied feststellen. Dieses "magische" In-Reihe-Schalten ist aus meiner Sicht ein wirrer Hype aus der Vor-MTTP-Zeit, weil er mir nur für wenige Sekunden morgens/abends einen Vorteil brachte - allerdings war bei dem Sonnenstand die Ladeleistung dann noch so gering, dass es überhaupt keine Rolle spielte ob ich durch Reihenschaltung ein paar Sekunden früher mehr Volt anliegen hatte.
ErBu, Boxerjumperducato gefällt dies
#16
Moin,

Was willst du den mit 2 oder gar 4 mal 280 Ah betreiben?
Wir haben 320 Ah und das bekommer wir nicht leer.
ErBu gefällt dies
#17
Opel71 hat geschrieben: vor 1 TagWir haben 320 Ah und das bekommer wir nicht leer.
Respekt!!
Und ich muss -trotz 400Ah- im Winter ein Notstromaggregat mitschleppen wenn ich 'ne Woche auf Geschäftsreise bin;
Heizung, Warmwasser, Arbeits-Computer, Mikrowelle, Ofen, Kapselmaschine, Kühlschrank usw fordern ihren Tribut...
#18
Wenn du im Winter nur von deinen Accu der über Solar geladen weden soll "leben" willst, wird das äußerst schwierig. Fast egal wie groß dein Accu ist. Da wirst du dein Notstromaggregat wohl weiter mitschleppen müssen.

So sehe ich das jedenfalls.
#19
BocTok hat geschrieben: vor 1 Tag
Opel71 hat geschrieben: vor 1 TagWir haben 320 Ah und das bekommer wir nicht leer.
Respekt!!
Und ich muss -trotz 400Ah- im Winter ein Notstromaggregat mitschleppen wenn ich 'ne Woche auf Geschäftsreise bin;
Heizung, Warmwasser, Arbeits-Computer, Mikrowelle, Ofen, Kapselmaschine, Kühlschrank usw fordern ihren Tribut...
Es würde dir ja frei stehen, die überflüssige Mikrowelle im Winter aus zu lassen :rolling_eyes:
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von ErBu
#20
Hallo @BocTok , danke für deine Ausführung. Denke ich werde es so ähnlich angehen. 3 Module jeweils parallel geschaltet, dann reichen 3 kleinere MPPTs, laut Victron-Rechner soll der 100/20 ausreichend sein, vielleicht lege ich noch paar Kröten drauf und nehme den 100/30, dann bin ich auf der sicheren Seite. Man findet leider kaum was im Netz, wie zuverlässig die Victron-MPPTs sind, es finden sich aber durchaus einige defekte Geräte in Kleinanzeigen, aber da weiß man auch nie, ob derjenige nicht selbst was verbockt hat, dass das Teil kaputt gegangen ist.
Aber die Idee zu erkennen, welcher String nun der ertragreichste ist oder ob etwas vielleicht nicht passt, das gefällt mir. Ist zwar auch wieder ne Spielerei aber ich mag die Idee :joy:

Berechtigte Frage von @Opel71 , für was braucht man soviel Akkuleistung. Der Plan ist halt, viel Autark unterwegs zu sein und wenig an Campingplätzen zu stehen. Meine Holde will unbedingt durch Skandinavien, wo es ja auch durchaus mal mehrere dunkle Tage haben kann. Da fehlt mir auch die Erfahrung, wie lange man mit wie viel Akkukapazität auskommt. Wenn ich aber bei Pisswetter z.B. im Camper kochen würde, die Induktionsplatte hat 1800Watt, das wären ohne Verluste theoretisch 150A, dann ist dein Akku nach 2h leer. Wenn man mehrere Tage schlechtes Wetter hat.....
Ich möchte das System modular aufbauen. Also entweder 2 oder 4 mal 280AH, also 45 oder 90kg Balast zum Mitschleppen. Muss mal sehen, wo ich vom Gesamtgewicht her rauskomme.
Nicht ganz unbeträchtlicher Leistungsvernichter ist auch das E-Bike meiner Frau, tagsüber ist man unterwegs und nachts wird geladen, das geht auch wieder auf die Kapazität der Aufbaubatterie.