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#1
Moin,

durch diesen Thread Dusche innen verzichtbar ? habe ich den Bau unserer Dusche nochmal Revue passieren lassen und dachte dann, dass unsere Überlegungen und finale Ausführung vielleicht jemandem eine kleine Hilfe sein könnte, der gerade in einer ähnlichen Situation ist, wie wir damals.
Anfänglich war auch bei uns nicht sicher, ob wir überhaupt eine Dusche einbauen würden oder nicht. In einem testweise gemietet Knaus hatten wir sie in 4 Wochen Urlaub kein einziges Mal benutzt, unabhängig von der Vorstellung diesen am Körper klebenden Duschvorhang dabei ertragen zu müssen.
Worauf wir jedoch keinesfalls verzichten wollten war eine Toilette (Trockentrenntoilette). Diese sollte bei uns fest eingebaut in einem Toilettenraum untergebracht werden, da insbesondere ich keine Lust hatte das Teil für welches Geschäft auch immer irgendwo hervor zu kramen und mich dann mittels Vorhang oder so dahinter zu verstecken. Weiterhin wollten wir eine Toilettenform haben, die zumindest grob an die gewohnte Form herankommt, und nichts bankartiges haben. Als dann der Gedanke an eine Dusche wieder aufkam war schnell klar, dass es keine Wanne von der Stange sein könnte, da ich die Toilette partout nicht durch die Duschwanne hindurch in den Boden schrauben wollte. Es sollte also eine Dusche werden, die um TTT herum gebaut den verfügbaren Platz im Toilettenraum nutzen sollte. Nachdem ich mich ein wenig gedanklich mit einem Selbstbau der Duschwanne beschäftig hatte war relativ schnell klar, dass sie, wenn sie denn gebaut würde aus GFK sein sollte. Je mehr ich mich in das Thema dann eingelesen habe, desto mehr war ich dann auch angefixt. Denn Dinge die ich noch nie gemacht habe reizen mich halt ganz besonders. Meine Frau war damals von der Duschidee, auch ob des Aufwandes schon wieder ein gutes Stück weg, obwohl gerade ihr regelmässiges Duschen sehr wichtig ist. Mit dem Argument, wenn wir sie jetzt nicht einbauen, dann wahrscheinlich nie konnte ich sie schließlich überzeugen...

Gebaut haben wir sie, indem wir zunächst eine Negativfom der Duschwanne erstellt haben, auf der wir dann zunächst ein weißes Gelcoat und darauf dann mehrere Lagen Glasfser / Epoxyharz aufgetragen haben. Dies ist ein gängiges Verfahren mit dem z.B. auch Rümpfe für Segelboote herzustellen. In Beitrag 4 im oben genannten Thread sind Bilder der fertigen, eingebauten Duschwanne.
Soweit ich es bislang gesehen habe, hat nur Martin @mwrsa seine Dusche auch so gebaut, bzw. nur er darüber geschrieben. Er beschreibt den Bau in seinem Ausbautagebuch Ausbau meines Crafter L3H2 in Beitrag 28. Weiter hinten dann auch noch mit etwas anderer Methoden den Bau eines Waschbeckens. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er dann allerdings später eine zweite Version in der gleichen Art wie das Waschbecken gebaut. Hier Nasszelle mit XPS Hartschaum in Beitrag 5, im Beitrag davor hatte ich schon mal kurz was zu unserer Dusche geschrieben.

Nachdem die Toilette in ihrer Grundform fertig war, und der zur Verfügung stehende Platz für die Dusche um die Toilette festgelegt war konnte es also los gehen.
Dazu soll aber eins noch erwähnt sein: ich habe das zum ersten Mal gemacht, jemand mit Erfahrung wäre das daher vielleicht anders angegangen oder mag auch Fehler in unser Herangehensweise finden und es liegt auch schon eine ganze Weile zurück, sodass ich mich an Details zum Teil auch nicht mehr 100% erinnere. Wir haben leider meist versäumt Bilder während des Bus zu machen sonder nur die welche von den jeweils fertigen Einzelschritten.

Zunächst haben wir eine Negativform der Dusche aus Styrodur gebaut. Die Platten dafür habe ich nach freundlicher Anfrage übrigens auf einer Baustelle, wo sie übrig geblieben sind, geschenkt bekommen. Wichtig beim Bau der Negativform ist, dass sie besser keine senkrechten Wände, sonder leicht schräg stehende und keinesfalls Hinterschneidungen haben sollte, da sonst das spätere Ausformen schwierig bis unmöglich ist. Das gleiche Prinzip wie bei einer Backform eben. Um die Grundform schneiden zu können, haben wir uns über einer größeren Holzplatte einen Arm konstruiert an dem ein etwas aus der senkrechten gebrachter Schneidedraht gespannt war. Das von uns gewünschte Gefälle in der Duschwanne haben wir ebenfalls mit Spanndraht geschnitten und dafür eine Vorrichtung ähnlich einer Spannsäge gebaut. Links und rechts des Styrodurkerns hatten wir dann Holzleisten mit der gewünschten Neigung als Führungsschienen angebracht. Im Prinzip so wie Martin es bei seiner Dusche mit der Fräse gemacht hat. Beim Schneiden mit dem Schneidedraht haben wir dann recht schnell gemerkt, das die Geschwindigkeit, mit der der Draht geführt wird nicht unerheblichen Einfluß auf die Qualität der Schnittfläche hat. Zu schnelles Ziehen ergibt eine recht wellige Oberfläche, zu langsam oder gar kurzer Halt dagegen schmelzen durch die längere Hitzeeinwirkung tiefere Langlöcher in das Styrodur.
Alle Rundungen wurden danach mit Schmirgelpapier per Hand erstellt, sowie die Oberfläche grob geglättet. Für die Form der Abflussmulde der Dusche haben wir ein grob in Form gebrachtes Stück Styrodur mittels Schraube in eine (Stand-)Bohrmaschine gespannt und bei geringer Drehzahl und nur leichtem Druck wiederum mit Schmirgelpapier bearbeitet und anschließend in Position geklebt.
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Der fertig geschliffene Styrodurkern
Anschließend haben wir eine Lage Glaserfaser mit Epoxy auf den Kern aufgebracht. Und nach Beschneiden der Kanten das Ganze auf eine recht dicke MDF-Platte geklebt. Gefolgt von einigen Gängen Karrosseriefeinspachtel und Schleifarbeiten, bis das Resultat / die Oberfläche dann zufriedenstellend war. Hier hat sich dann allerdings auch gezeigt, dass wir bei der Wahl der Glasfaser (110g/m2) für diese Beschichtung besser etwas dickeres Gewebe hätten nehmen sollen, das wir es an einigen Stellen durchgeschliffen hatten. Erneutes spachteln war dann etwas unglücklich und aufwändiger, da der Polyesterspachtel das Styrodur angreift und erst nach mehreren Lagen das entstandene Loch geschlossen werden konnte. Den Übergang zur MDF-Platte haben wir, ebenfalls mit Spachtelmasse, zu einer Hohlkehle ausgebildet. Zum einen natürlich aus optischen Gründen, aber auch und eben auch notwendigerweise, weil sich die Glasfaser beim späteren Laminieren nicht in scharfe Knicke legen lässt.
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Übergang mit Hohlkehle
Wir wollten den Rand der Duschwanne gern mit einer Art Bördelung, so wie man sie auch bei kaufbaren Wannen sieht. Daher haben wir rings um die Styrodurform Holzleisten geklebt und ebenfalls mit einer Hohlkehle versehen. Wissen bzw. ahnend, dass diese Leisten später vor dem Ausformen entfernt werden müssten. Auf den Bildern sind schon die Farbaufträge für den nächsten Schritt zu sehen, durch die dann allerdings auch wieder zuvor nicht entdeckte Unebenheiten sichtbar wurden, die wir nachgespachtelt und wieder verschliffen haben.
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Um die fertige Duschwanne später von der Negativform überhaupt trennen zu können, muss man neben der geigneten Form wie oben kurz angesprochen, zwingend auch ein Trennmittel auf das Negativ auftragen. Bei meinen Recherchen vorab las ich, dass die beste Oberfläche des fertigen Produkt mit einem Trennwachs erzielt würde, das wollten wir natürlich auf haben. Als Untergrund wird ein Lack vorzugsweise auf 2K-Basis empfohlen, das darauf aufgetragenen Trennwachs soll dann, ähnlich wie bei der Autopolitur mit einem Baumwolllappen auf Hochglanz gebracht werden. Bei ungeigneten Lacken könnte sonst durch Lösemittel im Trennwachs dieses in den Lack einziehen und eine folgende Trennung be-/verhindern. Die Verwendung von Microfasertüchern bei der Politur kann ein späteres Trennen ebenfalls erschweren. Was den Lack angeht habe ich offensichtlich den falschen genommen, das war zunächst ein Billiglack aus dem Baumarkt und offensichtlich, leider viel zu spät gemerkt, waren die Tücher entgegen der Verkäuferaussage auch nicht aus Baumwolle. Der erste Test an einer parallel lackierten Probe (rote Farbe) liess sich nicht einmal mit dem Stechbeitel zerstörungsfrei vom Untergrund trennen. Dann fand ich in unweit von uns in Bonn einen Laden, der sich auf Autolacke spezialisiert hat und Restmengen in Sprühdosen abgefüllt für kleines Geld verkauft. Ich habe mich dort dann, auch aus (falschen) Kostengründen für einen Lack entschieden, der den Eigenschaften von 2K-Lacken relativ nah kommen sollte, aber keiner in diesem Sinne war. Der nächste Test (grüne Farbe) war deutlich besser, aber auch nicht wirklich vielversprechend. Ich habe mich daher dazu entschieden auf weitere Lacktests zu verzichten und ein zweites zusätzliches Trennmittel auf Wasserbasis zu verwenden, welches nicht die gleiche Oberfläche erzielen lässt wie das Wachs, aber eine Trennung garantiert (die leicht violetten Schlieren auf dem Bild mit der grünen Farbe).
Die Negativform war damit fertig und der Bau der eigentlichen Duschwanne konnte beginnen. Die unterste, spätere sichtbare Schicht war das weiße Gelcoat (Schwabbellack), da wir die gewohnte Duschwannenoptik haben wollten. Das von uns verwendetet Gelcoat ist auf Polyesterbasis, was, soweit ich erinnere, zum einen den Vorteil hat, dass es UV-resitenter ist als eines auf Epoxy-Basis und zum anderen bei mehrmaligem Auftrag keinen Zwischenschliff wie Epoxy benötigt. Außerdem können bei vernünftiger Schichtdicke, Kratzer ausgeschliffen und wegpoliert werden. Der Nachteil war allerdings, dass unseres eigentlich nur bedingt für den Einsatz im Wasser geeignet ist. Da die Dusche aber eher selten benutzt werden würde und eben nicht dauerhaft Wasser in ihr steht, war uns das egal. Wir haben zwei Schichten Gelcoat in jeweils etwa maximaler Schichtdicke aufgetragen, dies liess sich recht gut daran erkenn, wenn der Auftrag beginnt Lecknasen zu bilden. Von einem weiteren dickeren Auftrag, wenn das Gelcoat anfängt zu gelieren (also dicker zu werden) wurde explizit abgeraten, da dadurch das Resultat der Oberfläche auch leiden kann. Von der Phase habe ich leider keine Bilder.
Nachdem das Gelcoat ausgehärtet war, fingen wir an die Glasfaser zu laminieren. Zuvor brachten wir jedoch in den Hohlkehlen zur Sicherheit noch mit Glasfaserschnitzeln und Baumwollfasern eingedicktes Epoxy auf um das Anlegen der Glasfasermatten weiter zu verbessern. Die erste Lage Glasfaser bestand aus relativ dünnem Gewebe (wie die Beschichtung des Negativs) da nach unserer Recherche dadurch die Gefahr vermindert wird, dass sich die Gewebestruktur durch das Gelcoat zur Oberfläche hin durchzeichnet.
Der Vorgang des Laminierens war bei uns ein ziemlich langer. Wir (später ich allein) haben etwa 14 Stunden gebraucht. Da ich von Anfang an gedacht habe, dass es etwas dauern würde, und ich keine Ahnung hatte wieviel Zeit eine einzelne Lage brauchen würde, haben wir einen Härter mit langer Topfzeit (3 Stunden) gewählt und jeweils nur etwa soviel angemischt wie für eine Lage benötigt wurde. Abgesehen davon, dass ich auch mal wieder im Zweifel aus Stabilitätsgrunden die stärkere Ausführung wählte (hier etwa 15 Lagen) war natürlich auch die Null-Voraberfahrung zeitlich ausschlaggebend. Die Form unserer Dusche erfordert an einigen Stellen ein Strecken, an anderen ein Stauchen der Glasfaser. Daher hatten wir uns entschieden jede Lage aus mehreren Einzelstücken zu erstellen. Ein großes für Boden und Seitenwände, sowie jeweils eins für jede Rundung. Bei uns dann also je Lage 7 Einzelteile die sich überlappten. Im Laufe des Laminieren bekam ich natürlich immer mehr Übung, sodass ich die letzen Lagen jeweils in einem Stück hinbekommen habe. Die allerletzete Schicht und nur am Boden war dann ein Abreissgewebe, gebraucht für den letzten Schritt bei unserer Duschwanne.
Zum Laminieren an sich: Die Stabilität des Bauteils wird praktisch ausschließlich durch das Gewebe erzielt. Das Epoxy hält das Gewebe in Form und verbindet die einzelnen Gewebelagen. Mehr Epoxy als dafür benötigt bringt nicht viel an Stabilität sondern nur Gewicht. Wir haben vor Einlegen einer Gewebelage mit einer Schaumstoffrolle (die gleiche wie für Lackierarbeiten) eine dünne Schicht Epoxy aufgetragen und darauf dann eine Lage Glasfaser gelegt. Mit der Rolle haben wir sie dann in das aufgetragene Epoxy eingebettet und wo nötig noch etwas Harz zusätzlich aufgerollt. Dabei kann man die Glasfaser tatsächlich auch gut stauchen / strecken. Die Glasfaser selbst ist ursprünglich weiß, wenn sie mit Epoxy getränkt ist, wird sie transparent, wodurch sich z.B. Luftblasen unter dem Gewebe sehr gut erkennen lassen. Stellen an denen dagegen zu viel Epoxy ist glänzen regelrecht. Nebenbei, nachdem ich die Transparenz (nicht Durchsicht) der laminierten Glasfasermatten sah, schlug ich meiner Frau vor, die Duschtür zumindest teilweise zwecks Lichteinfall aus Glasfaser (evtl. eingefärbt zu bauen). Sie ist bei uns aber die Chefdesignerin und hatte schon andere Ideen.
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Fertig laminierte Duschwanne mit Abreissgewebe
Epoxy härtet mit zunehmender Temperatur schneller aus, unter normalen Umgebungstemperaturen jedoch nur bis zu ca. 90%? seiner tatsächlich möglich erreichbaren Härte. Daher wird bei professionell / industriell gefertigten Bauteilen dieses in kontrollierten Temperaturschritten nach dem Laminieren getempert. Mir wurde empfohlen, zumindest ein Temper-Light durchzuführen, indem ich die Wanne für etwa 15 Stunden bei 40° Celsius halte. Die Vorgehensweise dazu ist eigentlich banal einfach. Die Wanne kommt dafür in eine Kiste, in unserem Fall wiederum gebaut aus Styrodur (von der Baustelle), darin hängt an der Kistendecke über der Wanne eine (früher) gewöhnliche Glühhbirne (40? oder 60?) Watt. Die Glühbirne heizt die Luft in der Kiste auf, direkte Wärmeabstrahlung auf das Bauteil wird dabei durch ein vor der Glühbirne angebrachtes Alublech verhindert. Gesteuert wird die Temperatur von einem handelsüblichen einstellbaren Thermostaten. Über 40° schaltet er ab, z.B bei 39° wieder ein. Das war bei uns so etwa im 5-Minutentakt.
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Temperbox
Das anschließende Ausformen der Duschwanne gestaltete sich dann zu unserem Schrecken zunächst als schwierig. Auch nachdem wir wie schon vermutet, die Leisten für die Bördelung entfernt hatten regte sich auch unter kontrollierter Gewalt nichts. So stellten wir uns darauf ein, die Wanne durch eigentlich unerwünschte Zerstörung der Negativform zu befreien. Wir begannen also sehr vorsichtig die MDF-Platte mittels Tauschsäge und Stechbeitel aufzutrennen und dadurch zu entfernen, um so an den Styrodurkern ranzukommen. Nachdem wir den größten Teil des MDFs entfernt hatten, machte es plötzlich Plop und die Dusche war frei. Ich vermute daher, dass das MDF sich (im Zuge des Temperns?) verspannt hatte und dadurch die Wanne an der Negativform festgeklemmt hat.
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Die entformte Duschwanne
Auf dem Bild sieht man auch noch die Reste des Trennmittels, welches sich teils wie Haut nach einem Sonnenbrand und der Rest mit einem nassen Lappen entfernen liess.

Als letzte Schritte standen dann an, die Ränder mit Schleifscheibe am Proxxon von Glasfaserresten zu befreien und zu begradigen.
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Sowie den Unterbau für die Dusche zu anzubringen. Dies zum einen um eine formschlüssige Auflage zu haben, und auch um die Wanne tatsächlich mit dem vorher angedachten Gefälle einbauen zu können. Die Unterlage besteht also aus dem zuvor abgetrennten Styrodur-Oberteil der Negativform und wurde mit reichlich eingedicktem Epoxyharz an die Wanne geklebt. Dafür war dann auch das als letzte Schicht aufgebrachte Abreissgewebe da. Es vermeidet das ansonsten nötige Anschleifen des ausgehärteten Epoxys, indem man tatsächlich einen Teil dieses Gewebe abreißt und dadurch eine rauhe Oberfläche erhält. Auf dem Bild des Unterbaus erkennt man auch relativ gut die weiter oben beschriebenen Probleme durch zu schnelles oder langsames Ziehen des Schneidedrahts.
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Unterbau
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Probeweise in mit Toilette in Position gebracht
Und das war es eigentlich auch schon :slight_smile:

Alles in allem, also inklusive aller Vor- und Fehlversuche haben wir etwa einen Monat überwiegend Wochenendarbeit für die Duschwanne gebraucht. Wobei allerdings auch Wartezeiten zwischen den Arbeitsschritten mitgerechnet sind, die tatsächlich in andere Arbeiten geflossen sind. Die Kosten für den zu beziffern finde ich etwas schwierig. Ich habe noch im Kopf, das wir so um die 500€ ausgegeben haben. Das beinhaltet dann allerdings auch Arbeitsmaterial, welches nicht zwingend benötigt wurde aber die Arbeit erleichtert. So z.B. einen speziellen Roller zum leichteren Entfernen der Luftblasen, oder den Thermostaten für das Tempern aber auch eine digital Feinwaage (nicht teuer) um das richtige (wichtig) Mischverhältnis von Harz und Härter zu erzielen. Außerdem fallen dann auch Materialien an, von denen man wenig braucht, aber eben Mindestmengen abnehmen muss. Hier z.B. die Andick- und Trennmittel. Obendrein haben wir von von den Glasfasermatten, Epoxyharz und Gelcoat mehr gekauft, als schlußendlich benötigt wurde, weil ich vermeiden wollte mitten in der Arbeit plötzlich ohne Material da zu stehen, sodass allein vom Materialüberschuß fast eine 2. Wanne hätte gebaut werden können.

Wir sind auf jeden Fall mit unserem erzielten Ergebnis sehr zufrieden obwohl wir natürlich wissen, dass es immer auch besser geht. Zumindest ich hatte zudem viel Spaß beim Bau, auch wenn es nicht wenig Arbeit war und würde auch beim (rein theoretischem) nächsten Ausbau wieder auf diese Weise eine Dusche bauen wollen.

Den größten Teil der Materialien haben wir bei R&G gekauft. Auf deren Website gibt es neben dem Shop auch umfangreiches Infomaterial sowohl als Online-Wiki wie auch als auch herunterladbare Lektüre rund um die Verabeitung von Faserverbundwerkstoffen. Auch mit ausführlichen Praxisbeispielen. Außerdem bieten sie telefonischen Support bei der Verarbeitung. Diesen habe ich tatsächlich auch mehrfach genutzt und bekam von allen 3 Gesprächspartnern freundliche und geduldige Antworten auf meine Frage sowie Tips zu Dingen nach denen ich zuvor nicht gefragt hatte weil sie mir gar nicht bewusst waren, wie z.B. das Tempern der fertigen Duschwanne.
Auch wenn das jetzt wohl ziemlich nach Werbung klingt: Ich stehe zu der Firma in keinerlei geschäftlicher Beziehung, ausser eben dass ich dort Kunde war.

Die Beschaffung von Gelcoat war etwas schwieriger, da aus rechtlichen Gründen dieses Produkt nur an gewerbliche Kunden verschickt werden darf. Ich fand aber nach einiger Recherche eine Firma, in Remscheid?, und somit grob in meiner Nähe, die Kanus baut und außerdem mit diesen Werkstoffen handelt. Ein Kauf vor Ort mit einhergehender Produktaufklärung war dadurch möglich. Die Adresse müsste ich bei Interesse raussuchen.

Liebe Grüße

Thorsten
Zuletzt editiert von Der Toto vor 6 Monate, insgesamt 2 mal editiert.
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