Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

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#1
 ! Nachricht von: Andolini
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Da Siegbert hinten schon Zusatzschraubfedern hat, tauchte er mit fortschreitenden Ausbau vorn immer weiter ein. Abhilfe schaffen nun vorn verstärkte Federn. Ich hab die bewährten Lesjöfors genommen. Für rund 120 Unionstaler sind die jeden Cent wert.
  • für das Maxi/Heavy-Fahrwerk (VA 2100 kg): Lesjöfors 4026222
  • für das Light-Fahrwerk: Lesjöfors 4026198
Frauchen sagt Siegbert ist jetzt eine Sänfte. Wer ne ABE braucht nimmt eben die von "Edelmetallshit". Wobei das augenscheinlich die gleichen Federn sind.

Was für den Hobbyschrauber eine einfache Aufgabe ist, stellt den Neuling vielleicht vor eine Herausforderung. Ist aber kein Hexenwerk. Zu zweit haben wir 2,5 Stunden und vier Bier benötigt. :wink:

Schritt-für-Schritt:
  1. Vorn beidseitig aufbocken und sichern. Besser auf einer Hebebühne. Dann die Räder runter und alle Kabel und Bremsschläuche aus den Halterungen am Stoßdämpfer und Querlenker ausklipsen. Sie müssen nicht abgezogen oder -schraubt werden.
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  2. Dann die durchgehende Sternschraube (roter Kreis) lösen und komplett entfernen.
  3. Nun am besten mit einem zweiten Mann arbeiten. Während einer dosierte Fäustelschläge auf die Seite des Querlenkers gibt, stellt sich der andere auf den Bremssattel. 110 kg (Ich schwöre!) Lebendgewicht reichten dafür. Keine Angst, der Bremssattel muss im Fahrbetrieb viel mehr aushalten. Alternativ mit einer langen Brechstange den Querlenker runterdrücken. Nun rutscht der Dämpfer nach und nach aus der Aufnahme. Dabei aufpassen, dass die Antriebswelle nicht aus dem Getriebe rutscht, sonst läuft Öl raus.

    Ist der Dämpfer raus, nach hinten schwenken und den Querlenker wieder entlasten. Ggf. die Antriebswelle sichern, sollte sie rausrutschen wollen.
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  4. Jetzt die markierten Schrauben lösen und das jeweilige Unterteil des Armaturenbretts entfernen.
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    Dahinter verbirgt sich der Dom unter einem Stück Dämmmatte. Jetzt muss der zweite Mann das Federbein halten während man die drei Domschrauben löst bis er hoffentlich stark genug ist es zu entnehmen. ;)
  5. Den Federspanner in den Schraubstock und das Federbein in den Federspanner spannen (reicht gern mal welche nach). Genau schauen und die Positionen der Federteller und des Domlagers merken. Die Feder spannen bis sie gerade nicht mehr in den Tellern sitzt. Dann mit dem Schlagschrauber die Mutter lösen. Ohne Schlagschrauber muss man die Dämpferstange gegenhalten. Der zweite Mann hält den Dämpfer und zieht ihn dann aus der Feder. Sollten jetzt die Kugeln aus dem Domlager umherfliegen braucht man ein neues. ;) Ist es noch gut und keine braune Rostbrühe zu sehen, ggf. nachfetten.
  6. Jetzt den Federspanner lösen und die alte Feder in die Schrottkiste. Die neue Feder so stark spannen, dass die Mutter die ersten gut fünf Umdrehungen drauf geht. Dann entpannen bis die Feder satt an den richtigen Positionen in den Tellern sitzt. Sonst nochmal zurück und nachbessern, Dann mit dem Schlagschrauber auf mittlerer Stufe anziehen und sobald die Nuss nicht mehr dreht stoppen! Das Domlager sollte sich noch mit etwas Kraftaufwand aber noch von Hand hin- und herdrehen lassen, wenn ihr später wieder lenken wollt. ;)
  7. Nun in umgekehrter Reihenfolge das Federbein wieder einbauen. Beim Einführen in den Querlenker auf die Nut achten, sonst rutscht er nicht rein. Wieder mit dosierten seitlichen Fäustelschlägen nachhelfen. Für die letzten Millimeter den Querlenker abstützen und das Fahrzeug vorsichtig etwas ablassen bis Last drauf ist. Dann die Sternschraube wieder rein, Kabel und Bremsschläuche ran und Rad drauf.
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Da ich gleich noch neue Reifen aufgezogen habe, hier einige Vergleichsbilder mit Bezug der vorderen linken Stoßfängerecke.
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Auf Sardinien haben wir Fahrwerk und Reifen ausgiebig getestet und für gut befunden. Einzig der lose Kiesstrand bei San Teodoro machte den Reifen einige Schwierigkeiten. Sand und Matsch waren kein Problem.

SP4 bei Arbus zwischen Ingurtosu und Portu Maga oberhalb vom Dune di Piscinas.

Nach einem guten halben Jahr und 4500 km kann ich weiterhin nur gutes über die Federn sagen. Gesetzt haben sie sich auch nicht.
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Die Anleitung und Fotos stell ich für euch privat frei zur Verfügung. Korrekturen und Ergänzungen könnt ihr gern hier einbringen. :arrow_down:

Gruß Thomas
lordofchaos, ichbleibzuhause, Drumpille und 3 andere gefällt dies
#2
Noch als Ergänzung um die ganze Sache noch einfach zu machen.

Die Koppelstange Stabilisator einfach unten am Querlenker abschrauben, dann ist der Dämpfer viel einfacher zu entnehmen da der ganze Schenkel viel weiter runter kommt.
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Den Dämpfer dann aus dem Achsschenkel nehmen und dann erst im Radhaus losschrauben. Dabei den Dämpfer unten abstützen. Dann geht das ganze auch problemlos allein :relaxed:
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Gruß Rico
Andolini gefällt dies