Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

Batterien, Kabel, Schalter, Steckverbindungen, Schalter, RCD(FI), LS, Anzeigen, Beleuchtung, etc...
  • Benutzeravatar
  • Benutzeravatar
  • Benutzeravatar
  • Benutzeravatar
  • Benutzeravatar
  • Benutzeravatar
#1
Hallo zusammen!

Wir sind gerade dabei einen Ford Transit BJ 2020 umzubauen und sind eifrig in der Planung. So langsam geht auch der Ausbau los.
Wie wahrscheinlich bei so vielen lässt und das Thema Elektrik nicht los.

Unsere Grundkonfiguration der Elektrik steht und wir wissen, was wir brauchen. Auch haben wir uns schon für den Batterie-Typ LiFePo4 entschieden.

Wir hatten uns da auch schon auf eine 100 Ah von Victron festgelegt, sind jetzt aber bei belluna.eu auf die deutlich günstigeren LiFePo4 gestoßen.
Der Preisunterschied ist schon gewaltig, über 1000 € vs. 549 € sind nicht zu verachten.

Ganz nach dem Motto: "Wer billig kauft, kauft doppelt" und anderen Sprüchen in der Art, fragen wir uns jetzt die ganze Zeit, wo bei der ganzen Geschichte der Haken ist. Liegt das bei der belluna Batterie nur am fehlenden Markennamen, oder hat die Batterie schlechtere Funktionen etc., die uns jetzt nicht direkt auffallen?

Wir wären sehr dankbar, wenn jemand hier mal seine Meinung dazu kundtun könnte :relaxed:
calalalaudio gefällt dies
#2
Hallo Carina,
Also der erste Punkt zu den Preisunterschieden sind natürlich die Firmen (Victron "Mercedes" und Belluna "China").
Ich habe mir gerade mal das Datenblatt angeschaut, so wie es aus dem Datenblatt hervorgeht ist kein BMS und kein OVP/UVP in der Belluna verbaut. Kein BMS in der LiFePo4 funktioniert ABER die Lebensdauer der Belluna wird deutlich kürzer sein, da die einzelnen Zellen (ich sag es jetzt mit einfachen Worten) nicht optimal aufeinander abgestimmt werden und die einzelnen Zellen (je mehr Ladezyklen) immer schlechter miteinander arbeiten. Also ich habe in meiner LiFeYPo ein BMS verbaut und ein OVP/UVP (dient dem Schutz der einzelnen Zellen vor Überspannung oder Unterspannung (was beides die einzelnen Zellen zerstören kann).
Also kurze Zusammenfassung: Bei dem Belluna-Block sind 4 einzelne Zellen einfach miteinander verschraubt. Bei den teureren Systemen ist ein BMS und eine OVP/UVP verbaut.... hat den Vorteil, das diese Blöcke länger und besser auf Dauer funktionieren und das diese Blöcke besser geschützt sind.
Viel Spaß Chris
Benutzeravatar
von Wishbone
#3
Laut Beschreibung haben die Belluna-Akkus doch ein BMS von JBD an Bord.

Grüße
Christian
von farnham
#4
Klassische Probleme billiger LFP-Akkus:
- BMS mit zu hohem Leerlaufverbrauch (Bluetooth) - ohne ständige Aufmerksamkeit übern Winter früher oder später Totalschaden durch Tiefentladung
- Halbleiter-BMS mit zu wenig Dauerstromfestigkeit und zu viel Wärmeentwicklung (Fehlabschaltungen bei hoher Last)
- Sicherheitsprobleme durch unzuverlässiges BMS und schlechte Mechanik-Konstruktion (Stichwort Kurzschlussgefahr beim Unfall)

Eine schlechtere Zellqualität (Selektionsausschuss) ist zwar möglich, aber durch maschinell massengefertigte Zellen inzwischen kein so großes Thema mehr. Das Matching ist bei funktionierendem BMS mit Zellbalancer ebenfalls eher egal. Die Kette ist zwar nur so stark wie das schwächste Glied, aber ob das Ding nun 98.5 oder 102.3 Ah liefert, ist unterm Strich auch egal. Die Selektion (nach Innenwiderstand!) wäre nur wichtig, wenn man vor hat, das Ding in einer halben Stunde leer oder voll zu machen, was bei unserem Anwendungsfall eher nicht vorkommt.
calalalaudio, columBUS gefällt dies
#5
Herzlichen Dank für die detaillierten Antworten. :relaxed:
Was wären also demnach so die wichtigsten Kennzahlen, wenn ich in das Datenblatt einer Batterie schaue?
BMS Ja/Nein?
Ladeleistung?
#6
Hallo miteinenader,

ich habe mit Christian, dem Geschäftsführer von Belluna geschrieben. Ich zitiere:

"alle Lifepo4 Batterien haben sowohl einen OVP als auch einen UVP."

Somit steht fest: Die Belluna-LiFePo4-Akku haben sowohl ein Batterie-Management-System (BMS) als auch Über- (OVP) und Unterspannungsschutz (UVP).


Ich hoffe, ich konnte damit letzte Unklarheiten beseitigen ;) ich habe meine 100 Ah Batterie vorbestellt und bekomme sie Mitte September :)


Grüße

Jonas
#7
Sicher, dass er nicht Originalverpackung OVP und unverbindliche Preisempfehlung UVP gemeint hat? :joy: :joy: :joy:
Nordwind, ChrisChris gefällt dies
#9
Hallo
Würde das Thema Belluna Batterie gerne auch noch etwas strapazieren, wir würden gern mehr oder weniger komplett Autark stehen, dazu 2 Solarpanels von vermutlich offgridtec montieren, wie ist denn das rechnerisch, macht die 180Ah Batterie Sinn ? Oder braucht es dazu 3 Paneele ?
#10
Wenn du den ganzen Tag ein Induktionskochfeld betreibst, reicht nix davon aus. Um die Frage beantworten zu können, sollte der durchschnittliche Tagesverbrauch in Ah einigermaßen klar sein.

Gruß Rico