Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

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#11
Ford Transit aus 2010. Kein Solar, keine Ladebooster, nur das suboptimale Fordtrennrelais. Ich lade nur beim Fahren (oder selten mal per Kabel). Eigentlich wollte ich damals einen 100Ah Lifepo haben, der war aber gerade nicht zu bekommen. 180Ah ist echt etwas übertrieben. Ich muss so 5-6h Fahren um den wieder voll zu kriegen, falls ich den mal komplett entleert haben sollte. Kommt aber eher selten vor (Außer Licht vergessen ;)).

Ehrlich gesagt, würde ich mir bei so nem billig Teil wie Belluna nicht viel mehr sorgen machen als bei ner AGM. Die AGM gibt ja schon laut Spezifikation schnell den Geist auf, wenn man sie nicht gerade ständig streichelt ;).

Bei mir war damals die Entscheidung entweder Lithium ohne alles oder AGM/Gel mit Solar. Beides etwa gleich teuer, letzteres etwas aufwändiger zu installieren.
#12
Wie ich gerade in einem anderen Thread vorgerechnet habe (Ich glaube der von Der_Tieger):
200Ah AGM 47,7kg vs. 100Ah LiFePo 10,9kg.
Preisunterschied: 150EUR. Bei LiFePo noch die praktische BT-App an Bord.

Ich hab keine Belluna, sondern einen anderen Akku, mit nur 55Ah, aber ich nehm nix anderes mehr. Energieknappheit mit 200Wp Solar hatte ich noch nie, war aber auch noch nicht im Winter unterwegs.

C.
grizu gefällt dies
#13
Meine Sorge bei den No Name Teilen ist dass die schnell defekt sind und Brandgefahr besteht. Letzteres ist wohl unbegründet.


@Wishbone
55ah reichen dir? Was haste denn so für Verbraucher? Und welche Batterie hast verbaut? Da ich nicht weiß wie viel ich wirklich verbrauche habe ich um die 100ah
einfach Mal angenommenn.

Gruß
#14
@Basti Ich hab eine Liontron. Zur Info: Die Zellen kommen alle aus China, idR kaufen die Firmen die Akkus dort ein und labeln sie um, es gibt aber auch Firmen, die sich um alles selbst kümmern, dann entsprechend teurer.

Bislang reichen die 55 Ah dicke. Kompressorkühlschrank, 2-3 Handys, Tablet, LED-Spots, Tauchpumpe, (Lüfter der Dieselheizung irgendwann). Kein 230V System, keine Induktion, keine eBike-Akkus.
Wenn ich jetzt eine kaufen würde, würde ich wahrscheinlich gleich ne 100Ah nehmen, die waren vorletztes Jahr aber noch deutlich teurer als meine 55Ah.

Schau Dir bei [Externer Link für Gäste nicht sichtbar] mal den Solarrechner an, da kannst Du wunderbar mit verschiedenen Verbrauchern, Akkugrößen und Solar Szenarien durchspielen.

Grüße
Christian
#15
Weils gerade passt und ich mir die Frage schon länger stelle. Auf welcher Grundlage werden eigentlich die Lithiumbatterien von euch empfohlen? Selbst wenn ich Nachteile wie die problematische Vollladung (gerade mit Solar) und nötige Zusatzgeräte (BMS, Booster) außer acht lasse, bleibt ein immer noch deutlich höherer Preis. Der wird sich fast nur durch eine längere Nutzungsdauer rechtfertigen lassen, die aber alles andere als fest steht. Ich kenn niemanden der eine Lithiumbatterie bisher mindestens 8 Jahre nutzen konnte. Meine eigenen Erfahrungen zu Lithiumbatterien sind, nach 5 Jahren sind sie unbrauchbar. Habt ihr da wirklich bessere Erfahrungen gemacht, damit ihr ruhigen Gewissens eure Empfehlungen immer wieder aussprechen könnt?

Meine AGM sind jetzt seit über 4 Jahren in Verwendung. Ich kenne andere persönlich die diese seit 6 Jahren verwenden. Bei 160 € für 90 Ah (C20) bin ich geneigt diese zu empfehlen. Selbst wenn sie morgen unbrauchbar gealtert wären, würde ich genau die wieder kaufen. Aktuell kenne ich keine besser geeigneten Batterien im Camper. Und günstigere auch nicht. [Externer Link für Gäste nicht sichtbar]

Ihr dürft natürlich empfehlen was ihr wollt, dass ist eure Sache. Mir ist wichtig, dass meine Empfehlungen was wert sind.
Nordwind gefällt dies
#16
Ich hab für meine Lifepo4 100Ah vor über nen Jahr 330 Euro direkt bei Delong gezahlt (inkl Versand und Tax). Empfohlen hab ich sie noch keinem. Ich komm klar mit ihr.
Sie ist leicht und passt grad so untern Fahrersitz. Das war mir damals wichtig.
#17
Hi Andolini,

Ich mag einfach das extrem niedrige Gewicht, die Maße haben damals in der Wohnkabine gepasst und jetzt passen sie perfekt in die Sitzkonsole. "Zusatzgeräte" brauche ich nicht, ich lade nur über Solar, reicht vollkommen, ein BMS brauche ich nicht zusätzlich, das ist an Bord, das liefert mir alle Infos, die ich brauche, ich spare mir also den Shunt und weitere Verkabelung. Tja, und dann kommt die - laut Datenblatt - zigfach erhöhte Zyklenzahl. Ob ich die am Ende erreiche, weiß ich natürlich nicht, aber bislang hab ich die Liontron 1,5 Jahre in Betrieb und eine niedrige Zyklenzahlen laut App, da geht noch einiges.

Die entnehmbare Ah-Kapazität ist ein weiterer Punkt. Vor 3 Tagen hat jemand 2x100Ah AGM angefragt, 57,7kg, Kosten 370EUR plus Shunt und Monitor. Die äquivalente LiFePo mit 100 AH gibt es für 550 EUR inkl. BMS. Das ist kein riesiger preislicher Unterschied mehr.

Andersrum gefragt: Wir Ausbauer geben für jeden Mist eine Menge Geld aus, gerade bei Elektrik. Warum wird gerade beim "Zentralorgan" oft auf einmal gerne gespart?

Just my 50 Cents

Grüße
Christian
grizu gefällt dies
#18
Erst einmal vielen Dank für die unterschiedlichen Meinungen und schön dass eine Diskussion aufkommt.

Schwierig finde ich zu beurteilen ob sich Lithium-Batterien für mich lohnen. Die günstigen Modelle sind preislich attraktiv aber verfügen diese bei Direktimport überhaupt über CE Kennzeichnung? Fraglich ist halt schon wie lange diese wirklich halten und bei Markengeräte sind die Preise schon deutlich teurer aber wie lange diese heben kann man auch nicht sagen.
Was aber tatsächlich stimmt XD der Ausbau ist teuer und da macht es denn Braten sich nicht mehr Fett... Wenn es aber unnötig ist, dann geht's mir etwas gegen den Strich XD

Gruß
#19
Ich kann nur für mich antworten. Ich bin nicht bereit für etwas mehr Geld auszugeben, was mir keinen dazu passenden Mehrwert bringt.

Beim Gewicht geh ich mit. Ich hab vier von den verlinkten AGM. Also gut 70 kg Zusatzgewicht für 360 Ah (C20), da ich keine Starterbatterie mehr brauche. Somit auch keinen Booster oder Trennrelais. Alles einfach verkabelt. Nutzbar waren schon gute 300 Ah und der Motor ließ sich noch starten. Das war aber die Ausnahme. Bis zu 250 Ah kommen schon öfter vor, wenn wir paar Tage frei stehen. Ich hab noch kein Solar. Das beste an den AGM ist aber, die lieben es voll aufgeladen auf den nächsten Urlaub zu warten. Völlig stressfrei, alles einsatzbereit.

250 Ah Lithium wiegen auch gute 35 kg, oder? Zuzüglich Ladestrombegrenzung. Können die den Motor nach 5 Tagen Entladung noch starten? Ansonsten reichlich 25 kg Starterbatterie und Ladebooster stattdessen. Oder mehr Lithium Ah. Und die 250 Ah sind dann auch nur nutzbar, wenn ich dran denke vor der Abfahrt vollzuladen. Finde ich unkomfortabel. Und Reserve hab ich auch keine. Und zu welchem Preis? 1.500 € Schnäppchen? Dann müssten sie mindestens 12 Jahre halten, damit sie nicht teurer wären als meine AGM (aktuell 700 €), oder? Halten sie nur 5 Jahre, waren nicht mal 10 kg Gewichtsersparnis sehr teuer. Aufwenig und unkomfortabel extra noch.

Ihr leistet teure Pionierarbeit und das erkenne ich an. Nur finde ich, das eine Empfehlung an Neulinge für diese Technologie im Camper noch deutlich zu früh ist.

Widerspricht mir ruhig. Auch wenn mein Name blau ist. Die Diskussion ist wichtig für die Kaufentscheidung anderer.

PS: Die AGM Werte sind aus der Praxis. Die Lithiumwerte die besten die ich in der Werbung gefunden habe. Nix schöngerechnet. Realistische Vergleiche wären imho noch viel deutlicher zu Gunsten AGM.
#20
Das ist jetzt irgendwie Apfel mit Birnen vergleichen. Du hast kein Trennrelais oder so, das ist aber auch mit AGM nicht unbedingt die beste Idee, wenn man morgens noch losfahren will.

Beachte auch, das es verschiedene Lithium-akku-technologien gibt. Die Lifepo4 von denen wir hier reden unterscheiden sich deutlich von z.B, den Teslaakkus (brennen) oder den dingern die früher in Laptops und Handy eingebaut wurden (zyklenzahl).

Was man allgemein so hört z.B. auch von den Leuten, die diese Dinger in offgrid Solarsystemen einsetzten und somit fast täglich laden und entladen, scheinen die schon sehr viel besser zu sein als Bleiakkus. Und wir reden hier von 600 Zyklen versus 2000-3000. Wobei bei Blei die 600 auch schon schnell weniger werden, wenn man den Akku ganz leer nen Winter rumstehen läßt.

Ich finde 100Ah nutzbare (!) Kapazität, die ich 10 Jahre lange, jeden Tag einmal voll und wieder leer machen kann für ca. 600 Euro einen guten Preis. Realistisch dürfte der Akku nicht nur das Fahrzeug sondern oft auch den Besitzer überleben.

Das Problem ist, dass nur relativ wenige im Campingbereich damit seit relativ kurzer Zeit Erfahrungen gemacht haben. Daher herrscht noch das Jahrzehnte alte Bleidenken vor. Lag natürlich auch an den Preisen. Die sinken stetig und in spätestens 5 Jahren - eher früher - wird sich kein Mensch mehr ne AGM einbauen.

Ich sage, eigentlich lohnt sich AGM jetzt schon nicht mehr. Aber auch: Wenn das Gewicht egal ist, kann man es machen und wenn die AGM, je nach Nutzung und Pflege in ein paar Jahren kaputt ist, dann kann man sie auch noch tauschen.
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