Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

Alles damit das Wasser von A nach B kommt: Tanks, Rohre, Schläuche, Pumpen, Filter, etc...
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#1
Moin zusammen,
wollte das Thema mal grundsätzlich hoch ziehen. Vor allem interessiert mich hier die Meinung von Usern die ausreichend Erfahrung mit solchen System haben.
Vorweg, ich bin nun mittlerweile, die Zeit als Kind im Zelt mitgerechnet, eigentlich mehr oder weniger mein ganzes Leben „campend“ unterwegs. Zu keiner Zeit habe ich in irgendeiner Form ein Filtersystem für Frischwasser genutzt. Bei den WoMos wurden lediglich Wasseraufbereiter benutzt und in regelmäßigen Abständen die Tankhygiene (Reinigung) beachtet. Trotzdem bin ich bislang von Montesumas Rache oder schlimmeren verschont geblieben.
Da sich aber die Aufenthaltsdauer (Reisezeiten) im Kasten künftig verlängern und die Reiseziele durchaus exotischer werden (Witterungsumstände) denke ich gerade darüber nach, ein passendes System einzubauen. Wichtig wäre in der Tat ein System, dass auch unter eher schwierigen hygienischen Bedingungen
( Wasseraufnahme ) funktioniert.

Gruß, Franz
#2
Hi Franz,

meine Vergangenheit ist ähnlich deiner. Viel Zelt und Dauercamping Erfahrung mit mehr oder weniger direkter Wasserentnahme aus dem Wasserhahn.. und das auch noch in der ehemaligen DDR :laughing:

In unserem Ducato ist jetzt ein Wasserfilter auf der Kaltwasserseite am Wasserhahn installiert. Bestehend aus einer Aktivkohlekartusche und einer Kartusche gegen Bakterien und anderes Viehzeug.

Die Gründe dafür waren vielschichtig aber offensichtlich.

Als erstes ging mir das elende Flaschen gekaufe auf die Eier, was selbst in vielen EU Ländern aufgrund schlechter Wasserqualität ein muss ist. Daraus resultiert ein übler Geschmack des Wassers nach bereits einem halben Tag, überall fliegen die leeren Flaschen im Bus rum weil es keinen eingeplanten Platz dafür gibt und dann muss man das Zeug auch noch fachgerecht entsorgen. Gerade letzteres kann in einigen südlichen Ländern enorm aufwändig sein. Kein Wunder das es dann illegale Müllhalden am Straßenrand gibt.

Mit dem Wasserfilter tanken wir einfach an jeder beliebiger Quelle oder Wasserhahn und trinken das bedenkenlos, auch meine Kinder. Durch den Aktivkohlefilter wird das oft verwendete Chlor (gerade Italien) geschmacklich neutralisiert, und das Zeug ist angenehm trinkbar. Keine Flaschen mehr kaufen, keine Entsorgung und eigentlich immer genug dabei, das man auch mal ein paar Tage ohne Zivilisation und im Weg rumstehende Sixpacks (Wasser, die anderen sind herzlich Willkommen) auskommt.

Nachteile sind ganz eindeutig der höhere initiale Kostenfaktor. Filter, Kartusche, Anschlussmaterial. Hinzu kommt eine Leistungsstarke Pumpe, denn der Druckverlust und der minimierte Durchfluss nach dem Filter sind nicht ohne. Ebenfalls sollte man nach längerer Standzeit gut durchspülen oder vorher den Filter trocken legen. Haben wir bisher noch nie gemacht. Regelmäßiges Tauschen der Kartuschen ist ebenfalls erforderlich.

In Summe überwiegen für uns die Vorteile eindeutig. Es macht das Leben gerade im Urlaub um eine Komponente einfacher: Immer Trinkwasser an Board, fast egal wo.

Gruß Rico
#3
Ich liebäugle ja auch mit dem Albfilter, auch wenn mich der Preis etwas abschreckt. Bezüglich des Wasserdrucks habe ich an einen Doppelwasserhahn gedacht: [Externer Link für Gäste nicht sichtbar]
Toni PETER, harrydeluxe gefällt dies
#4
Das ist echt ein interessantes Thema und ich hoffe, dass noch mehr Leute ihre Erfahrungen posten :)

Habe mir darüber auch schon n Kopf gemacht und bin noch zu keinem Entschluss gekommen.

Beim Berger Fritz gibt es ja auch ein Gerät, welches mit UV-C LED's arbeitet. Hat natürlich den Charme, dass man da nix groß warten muss und dass es alles Wasser reinigt, welches da durch läuft. Klar ist der Preis erst einmal abschreckend, aber lohnt sich eventuell auf lange Sicht und wenn man sich ein wenig Arbeit spart (Filter reinigen, trocknen etc).
Gibts dazu auch ne Meinung?

Hier das Gerät:
[Externer Link für Gäste nicht sichtbar]
#5
Hallo,

ich habe zum Wandern einen UV Aufsatz für diese normalen Trinkflaschen ( z.B. Nalgene) von Camelbac.
Der wirkt auch gegen Gardia .
Den nutzen wir bei fragwürdigem Wasser im Camper auch, denn der Anteil des Wassers den man wirklich trinkt ( Kaffee mal außen vor) ist ja eher gering.
Wasser in die Flasche, UV Lampe an und ein bisschen schütteln, fertig
Dafür baue ich mir nicht eine teure und anfällige Technik ein.
Im Tank selbst schwimmt so eine Silberschwämmchen und das funktioniert bisher sehr gut.

VG
Karsten
==========
#6
Hallo
Na, Franz? Das sieht aber ganz nach aus, als wärst du fertig mit dem Ausbau und suchst nach einer neuen Baustelle... :joy: :joy:
Da bei uns reines Trinkwasser nur zum Kochen und für Kaffee verwendet wird, hält sich der Verbrauch in Grenzen. Wir kaufen da immer diese 5 Liter PET-Kanister. Da sind immer 2 Stck an Bord. Der Platz dafür ist vorhanden.
Das Wasser aus dem Tank wird ausschließlich zum Abwaschen und für die Körperhygiene genutzt. Dieses Wasser wird mit diesem Silberionen-Zeug vor Verkeimung geschützt und der Tank nach jeder Tour durchgespült.
Ich würde mir den erheblich größeren Wartungsaufwand nicht antun. Zudem habe ich auch " Gewichtsprobleme". :grinning:
Gruß Wolfgang
svenotzer gefällt dies
#7
karsten112 hat geschrieben: vor 1 JahrIm Tank selbst schwimmt so eine Silberschwämmchen und das funktioniert bisher sehr gut.
Ich benutze auch seit 15 Jahren im WoMo Silberionen. Bei wirklich jeder Betankung kommt das besagte Pülverchen dazu. Das hat mich in all der Zeit davor bewahrt, dass das Wasser schlecht wird oder braun-grüne Ablagerungen in den Leitungen oder Tanks entstehen. Auch lasse ich das Wasser zwischen den Touren gerne mal ein paar Wochen drin, um es dann weiter zu verwenden. Bisher absolut keine Probleme in Deutschland und den Nachbarländern damit gehabt.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass (im Gegensatz zu Chlor oder Filtersystemen) die Silberionen das Wasser nicht "besser" machen, sondern lediglich den Status-Quo der Qualität versuchen zu konservieren.
#8
Wenn ich mir so überlege, welcher Aufwand in D getrieben wird um sicherzustellen, dass jederzeit und nachweisbar Wasser in Trikwasserqualität aus den Leitungen fließt kommt mir das im Campingbereich schon immer sehr improvisiert vor.

Ich habe mich zugegebenermaßen noch nie damit beschäftigt, welche Systeme es gibt, welche Prüfungen dahinterstehen etc. sondern vergleiche einfach mit dem Aufwand, der für die hygienischen Anforderungen der öffentlichen Trinkwasserversorgung oder auch für private Anlagen in Gebäuden getrieben wird.

Und persönlich käme ich daher ohne Beschäftigung mit dem Thema im Leben nicht darauf, Wasser aus einem ungekühlten Tank mit mehr als 5 Litern Inhalt wirklich als Trinkwasser zu nutzen, egal welches Filtersystem dahinterhängt. Zum Duschen, Spülen, etc. sicher ja, aber nicht zum direkten Verzehr ohne Abkochen.

Haben die Systeme eine DVGW-Zulassung oder werden wenigstens nach den gleichen Kriterien geprüft?
#9
Ich nutze mein Filtersystem halbwegs regelmäßig. So sieht der Aufbau aus:
IMG_20190803_173154.jpg
Zu dem Zeitpunkt aber noch nicht einmal angeschlossen. Gekauft hatte ich das bei Amazon und auch kürzlich erst wieder rausgesucht, um's irgendwo hier im Forum zu verlinken.

Installiert habe ich zwei Filter, bei Bedarf mit einem dritten davor:

(1.) Vorfilter: gegen grobe Partikel bei Entnahme aus offenen Gewässern
2. Keramikfilter 10µm - gegen feine Partikel und angeblich sogar Bakterien
3. Aktivkohlefilter - gegen alles, was danach noch drin und halbwegs reaktionsfreudig ist.

Nun habe ich aber noch nicht alles verwendet.
Im Normalbetrieb - Trinkwasser-Entnahmestelle, Campingplatz usw., kommt nur der Keramikfilter zum Einsatz. Allein schon, weil ich nicht weiß, was sich zwischenzeitlich so alles in meinem Befüllschlauch gebildet hat.
Im Notbetrieb - Betankung per Kanister, aus verlässlichen Trinkwasserquellen, kommt gar der Bypass-Anschluss ganz rechts zum Einsatz, da gehe ich davon aus, dass sich die Keimbelastung in Grenzen hält.
Im Reisebetrieb, je nach Örtlichkeit, käme dann eine der obigen Varianten oder zur Entnahme aus Brunnen, Quellen oder Bächen die ganze Armada zum Einsatz. Zusammen mit einer Pumpe, die ich noch kaufen muss.

Nutzen konnte ich bereits einmal sehr deutlich sehen: Seit ich das erste Mal per Schlauch aus dem lange ungenutzten Hahn im Keller meiner Eltern befüllt habe, ist der Keramikfilter deutlich rostbraun gefärbt. Darauf kann ich im Tank gut verzichten (obwohl... falls ich unter Eisenmangel litte... :zany_face: )
Ich hfand meinen Aufbau jetzt weder aufwändig noch teuer, und finde, das war's mir wert.
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