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#11
Andolini hat geschrieben: vor 2 Monate Na die Pumpe baut den Druck auf. Sobald du Strom auf den Membranschalter gibst, schaltet er die Pumpe an, da ja erstmal kein Druck vorhanden ist. Die läuft dann wenige Sekunden, bis der Membranschalter genug Druck feststellt und sie wieder ausschaltet.

Vielleicht hilft das: [Externer Link für Gäste nicht sichtbar]
Eine über den Druckschalter geschaltete Pumpe schaltet somit bei einem definierten Druck ab. Die Metallmembran ist dabei typischerweise über eine Schraubenfeder mit einem Gegendruck beaufschlagt, bei sinkendem Druck geht die Ausdehnung zurück und die Schaltkontakte werden geschlossen (Pumpe schaltet ein, Behälter wird gefüllt). Die Feder ist in ihrer Vorspannung verstellbar, worüber sich Ein- und Ausschaltdruck einstellen lassen. Zumeist bleibt dabei die Differenz von Einschalt- zu Ausschaltdruck (die Hysterese) konstant.
Gruß Thomas
Alles klar, danke für die Erklärung! Das kommt mir wegen der o.g. Problematik zu riskant vor. Habe genug Wasser in den letzten Tagen im Kasten gesehen
#12
Nen manueller Schalter vor dem Druckschalter minimiert dieses Risiko. Wenn du im Kasten ist kann er an bleiben, da hörste die Pumpe. Sonst machst du ihn aus.
#13
Ich werde es erst mal mit "Mikroschalter plus Relais" probieren. Wenn das dann nach kurzer Zeit wieder nix ist, probiere ich die Option "Druckschalter", sofern die mit meinem dann verbauten Kleinboiler kompatibel sein wird...
Hab' gerade eben mal den Hersteller angeschrieben, ob es in Ordnung ist, dass eine 70.- Armatur nach 10 Wochenend-Touren den Geist aufgibt...
Vielleicht spenden die ja einen neuen Mikroschalter...
#14
Das Relais ist auch nicht viel besser als die Pumpe, wenn keine [Externer Link für Gäste nicht sichtbar] verschaltet ist.
#15
Verstehe ich nicht. Eine zusätzliche Freilauf (Lösch-)diode würde nach meinem Verständnis die Induktionsspannung der Releaiswicklung kurzschliessen (macht Sinn), aber was hat das mit der Pumpe zu tun? Was für eine Last da dranhängt, ist doch egal, oder?
#16
Die Pumpe ist auch eine induktive Last, genau wie das Relais. Beide erzeugen beim Ausschalten im Mikroschalter einen Funken, der diesen verschleissen lässt.
Darum wäre meine erste Maßnahme eine Freilaufdiode über die Pumpe, einfach weil der Aufwand geringer ist, als die Relaismontage. Ich bin eben faul.

Peter
#17
Hallo Peter,

wenn ich dich richtig verstehe, ist Dein Vorschlag eine Alternativvorschlag.

Also entweder
- Relais mit Freilaufdiode über der Relaisspule
oder
- Nur Freilaufdiode über der Pumpe

Nachdem ich jetzt schon den Wasserhahn zerlegt habe (Neugierde und Basteltrieb siegt über Faulheit), wende ich mich der ersten Lösung zu. Die sollte ja zusätzlich auch den Stromfluss durch das windige Schalterchen reduzieren.

Gruß
Wolfgang
#18
So, kurze Anatomie des Wasserhahns - falls jemanden von Euch auch der Schalterschaden trifft.

An der Unterseite des Mischhebels findet man eine Inbus-Madenschraube, die muss raus.
Wasserhahn1.jpg
Danach kann man den Mischhebel abziehen
Wasserhahn2.jpg
Die Kreuzschlitzschraube lösen, schon tritt der Schalter zutage, der nur eingeschoben ist in die graue Plastikkappe:
Wasserhahn3.jpg

Nach meiner Recherche handelt es sich um einen Marquardt Schalter der Baureihe 1055, vermutlich dieser [Externer Link für Gäste nicht sichtbar], nur eben nicht als Wechsel- sondern als ein-aus Schalter modifiziert. Maße stimmen.

Habe dann den ausgebauten Schalter mal mit einer Reservepumpe auf dem Werkzeugtisch laufen lassen. Nur wenn man den Schalter wirklich "schnappen" läßt, schaltet er die Pumpe. Wenn er nur sanft freigelassen wird, läuft die Pumpe nicht und ich messe einen Übergangswiderstand am Schalter von 5 bis knapp 30 Ohm.

Interessant: der Armaturen-Hersteller gibt für den Hahn 6A Schaltleistung an, der Schalter-Hersteller Marquardt hingegen nur 4A bei 12V. :face_with_raised_eyebrow:

Aber das ist mir jetzt wurscht, jetzt werden nach Erneuerung des Schalters Relais und Freilaufdiode verschaltet, dann ist hoffentlich Ruhe an der Mischbatterie...

Gruß
Wolfgang
Arne1985 gefällt dies