Forum für Camper-Selbstausbauer!

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#1
Hallo Holzwürmer ;-)

Welche wären die Idealen "einstellbaren" Scharniere in einer doch eher weichen 15mm Pappelholzschranktüre.
Es handelt sich um die beschichteten Reimo-Möbelplatten.

Ich hab auf der Innenseite dieser Schranktüre einige Fächer für Kleinteile montiert die das Gewicht etwas erhöhen.

Da ich den Scharnieren die nur mit 2-3 Schraubwn im doch eher weichen Pappelsperrholz verschraubt werden nicht getraut habe, habe ich ein V2A Klavieband benutzt das die Last eben über extrem viele Schrauben verteilt.

Leider hat sich nun nach fast 3 Jahren die Türe aber trotzdem so viel gesenkt dass sie beim öffnen und schließen klemmt.

Das Klavieband lässt sich ja nun leider nicht einstellen, daher will ich nun doch auf ein Standartscharnier aus dem Möbelbau ausweichen das ich später wieder einstellen kann falls es nötig wird. Bei der Gelegenheit soll es im geöffneten Zustand auch leicht einrastet dass die Türe bei Schrägparken nicht zu fällt.

Robert
#2
Oh, ich schaue gerade ebenso nach Scharnieren für die Schranktüren.Daher hänge ich mich hier dran.

Es gibt doch diese [Externer Link für Gäste nicht sichtbar], auch schon mal hier empfohlen, aber ich hätte gerne welche die besser eingestellt werden können.

Blum Katalog durchgeblättert und leider nichts finden können - nur welche für Topfloch.
#3
Hi Tommy

Genau die habe ich an einer Minitüre über der Schiebetür verbaut.
Die sind aber nicht "so richtig" einstellbar wenn sich die Türe senkt. Bisschen was ginge über Langlöcher.

Die sind recht ....... elastisch wenn man an dem Türchen rauf und runter zieht.
Deshalb fürchte ich die sind für eine größere schwerere Türe "vermutlich" nicht steif genug.
Man könnte aber auch 3 od. 4 an stelle von 2 Stück montieren.

Die rasten im geöffneten wie im geschlossenen Zustand übrigens sehr Lraftvoll ein.
Das öffen belastet da schon ein wenig die Verschraubung im Holz.
Da braucht man eigentlich kein Schloss mehr an der Türe nur einen Griff.

Kannst dir bei mir gerne mal ansehen.

Robert
#4
Ich habe die von @T.Larsen Tommy verlinkten Scharniere verbaut, auch für eine etwas größere Schranktüre. Du kannst ja mehrere Scharniere nehmen um die Last besser zu verteilen.
Damit der Kram länger im Holz hält, habe ich folgendes gemacht:
- Erstmal nur mit den Langlöchern anschrauben und ausrichten
- Wenn's dann passt, dann auch die anderen anderen Löcher verschrauben
- Dann alles wieder raus und mit der Spritze (mit Kanüle) ein Wasser-Ponal-Gemisch in die Löcher spritzen (sollte so flüssig sein, dass das Holz bisserl saugt. Solange in die Löcher laufen lassen und immer wieder antrocknen lassen bis nur noch ein eleichte "Senke" da ist - dann findet die Schraube besser in Loch)
- Gut durchtrocknen lassen und dann final verschrauben

Mach ruhig mal "Probe" in einem gleichartigem Holzstück - wirst sehen, dass Du die Schrauben schon fester packen kannst bevor sie durchdrehen.

Viel Erfolg!

Gruß
Wolfgang
#5
robat1 hat geschrieben: vor 4 Monate Hi Tommy

Genau die habe ich an einer Minitüre über der Schiebetür verbaut.
Die sind aber nicht "so richtig" einstellbar wenn sich die Türe senkt. Bisschen was ginge über Langlöcher.

Die sind recht ....... elastisch wenn man an dem Türchen rauf und runter zieht.
Deshalb fürchte ich die sind für eine größere schwerere Türe "vermutlich" nicht steif genug.
Man könnte aber auch 3 od. 4 an stelle von 2 Stück montieren.

Die rasten im geöffneten wie im geschlossenen Zustand übrigens sehr Lraftvoll ein.
Das öffen belastet da schon ein wenig die Verschraubung im Holz.
Da braucht man eigentlich kein Schloss mehr an der Türe nur einen Griff.

Kannst dir bei mir gerne mal ansehen.

Robert
Ich kann mir vorstellen die können bei nach oben zu öffnenden Klappen gut funktionieren, aber zur Seite - ich hätte gerne etwas wo ich nachjustieren kann.

Ich blicke bei Blum überhaupt nicht durch, aber hier ein Scharnier was passen könnte:
[Externer Link für Gäste nicht sichtbar]

Scheint dieser Scharnier zu sein: [Externer Link für Gäste nicht sichtbar]
Und dazu noch die Montageplatte: [Externer Link für Gäste nicht sichtbar]

Diese Expando Plastikspreizdübel müssen ja nicht unbedingt verwendet werden, die 6,3x13mm Euroschrauben, (in Pappel würde ich 4,5mm statt 5mm vorbohren), ergänzt mit Holzleim wie @mrt es beschrieben hat, sollte funktionieren. Bei den Schrauben habe ich keine bedenken (es sei denn man nimmt einen Akkuschrauber statt Schraubendreher), es hält sehr gut. Ich hoffe, dass die Scharniere selber stabiler sind. Und sollte da nach einiger zeit was durchhängen, könnte man nachjustieren. So zumindest ist meine Idee.

@mwrsa : Martin, was hältst Du von diesen Teilen für unsere Zwecke?

LG
Tommy
#6
Da wurde hier schon mal drüber diskutiert.

Ich tendiere momentan zu den Mini-Topfscharnieren, warte allerdings noch vom Verkäufer auf das Maß von Vorderkante Korpus bis Befestigungspunkt Schraube.

VG!
#7
Meine Meinung: Ich hatte die Bänder für dünne Fronten eben noch nicht selber. Nur vom ADM von Blum vorgestellt bekommen. Aber eine Einschätzung aus Erfahrungswerten kann ich mal zusammentippen:

Die Blum Bänder für dünne Fronten gehen bei Pappelsperrholz nicht ohne weiteres, das ist für die Spreizdübel zu weich. Sind ja eigentlich für Harz- und Mineralwerkstoffplatten gedacht, also recht harte Kunststoffe (oder auch Koskisen). Aber auch hier würde die Vorgehensweise, die @mrt Wolfgang beschrieben hat, zum Ziel führen: Die Bohrungen in den Türen anfertigen, dann aber nicht das Band reinschrauben, sondern entweder Weißleim rein, oder einen anderen Kleber. Cyanacrylat z.B. (Sekundenkleber) ergibt eine sehr harte, spröde Masse im saugenden Sperrholz, zieht aber in Pappel erfreulich weit ein. Ein Epoxykleber könnte auch eine schöne harte Grundlage für die Spreizmuffen der Blum- Bänder ergeben. Zum Wasser im Weißleim habe ich ne gespaltene Meinung, ich mache nur so viel rein, dass die Pampe durch eine möglichst große Kanüle passt. Tiefer einziehen tut dann nämlich nur das Wasser... meine Meinung.
Notfalls ein Experiment mit verschiedenen Klebern machen. Dünnflüssig zum gut ins Holz einziehen, und ausgehärtet eher hart als elastisch wäre hier das Ziel.

Jedenfalls nach dem einpinseln mit Kleber NICHT:bangbang: gleich das Band reinschrauben, dann gibt das ne Verbindung fürs Leben. Kleber trocknen lassen, notfalls sachte wieder aufs Maß aufbohren und dann montieren.

Alternativ gibt es auch Kunststoff- Muffen, die gleich ins Holz eingeleimt werden, das wäre für die Schrankseite zu empfehlen, das Band muss ja auch am anderen Ende halten!

Ich selber verwende übrigens auch nur die einfachen Aufschraubscharniere, bei größeren Türen und Klappen die größeren Modelle von Häfele (dumm nur, dass ich für meine Verschlüsse die gedämpfte Variante gar nicht brauche...), für kleinere Flächen sollten es auch recht lange die kleinen Modelle von Hettich, ich hab sie einfach beim Baumarkt mit dem Biber gekauft, tun.

Was nun die Belastung an den Bändern angeht - da gilt bei den einfachen Modellen schlicht: Viel hilft viel. Auch bei Topfbändern kann man das Ende des Einstellbereiches erreichen. Interessant wäre bei uns im Ausbau noch, woran die befestigt werden: 15mm Pappel gibt mit der Zeit erschreckend viel nach! Sprich, da nützt der ganze Verstellbereich des Bandes nix mehr, wenn die Seite krumm wird, an der die Tür hängt.

Wenn ihr mich jetzt nach all dem Geschwafel noch fragt, was ich machen würde - zwei Sachen: 1. So wenig wie möglich Gewicht an die Tür, und 2. ein paar mehr von den einfachen Aufschraubscharnieren...
Wenn eine Schraube im Langloch am Ende ist - rausdrehen und am anderen Ende vom Langloch neu reindrehen... :wink:
#8
robat1 hat geschrieben: vor 4 MonateDie sind recht ....... elastisch wenn man an dem Türchen rauf und runter zieht.
Deshalb fürchte ich die sind für eine größere schwerere Türe "vermutlich" nicht steif genug.
Da vermutest du richtig. Sind als Klappenscharniere gedacht und mögen keine seitlichen Kräfte. Bei Türen leiern die schnell aus.

Übrigens, wo du statt einer Klappe eine Schranktür brauchst, wäre da nicht ein Auszug schöner? ;)

Gruß Thomas
#9
mwrsa hat geschrieben:Wenn ihr mich jetzt nach all dem Geschwafel noch fragt, was ich machen würde - zwei Sachen: 1. So wenig wie möglich Gewicht an die Tür, und 2. ein paar mehr von den einfachen Aufschraubscharnieren...
Wenn eine Schraube im Langloch am Ende ist - rausdrehen und am anderen Ende vom Langloch neu reindrehen...
Hi
Den letzten Tipp mit dem Langloch versteh ich nicht.

Also in der Seitenwand ist die Festigkeit vom Pappelsperrholz nicht so wichtig, weil die am Schrank nicht sichtbar ist und ich einfach durchschrauben und das Brett mit einer Sicherungsmutter von der Gegenseite aus klemmen kann.
Und in dem Zusammenhang überlege ich gerade ob ich an der Türe nicht auch durchschraube, das habe ich bei menem Design ohnehin an sehr vielen Stellen mit schönen Edelstahl Bund-Torxschrauben gemacht.

Die Befestigungspunkte sollten dann am Scharnier türseitig senkrecht übereinander liegen und nicht waagerecht nebeneinander. Denn an der Türe ist zusätzlich noch ein Blechspiegel geplant, ;-) wo wagerechte Schraubenanordnung stören wird.

Robert
#10
Andolini hat geschrieben:Da vermutest du richtig. Sind als Klappenscharniere gedacht und mögen keine seitlichen Kräfte. Bei Türen leiern die schnell aus.

Übrigens, wo du statt einer Klappe eine Schranktür brauchst, wäre da nicht ein Auszug schöner?

Gruß Thomas
Hallo Thomas
Danke für die Bestätigung, ja das passt sehr gut in mein Gespür für Mechanik.

Ich such jetzt mal weiter, weil das Scharnier von Tommy türseitig die Schrauben waagerecht angeordnet hat, was mir wegen dem Spiegel missfällt.

Das nit den Auszügen, war das jetzt ein Scherz?
Ich hab schon genug Auszüge und Schwerlastauszüge eingepasst, sowas ist hier nicht mehr geplant.

Robert