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Dämmung und Verkleidung im Innenraum
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von sodamixer
#11
mich interessiert das Thema auch. Dorist wars du auch mal mehrere Tage bei Temperaturen um die 0 grad unterwegs?

Den größten vorteil sehe ich beim Raumklima, ich hatte jetzt eine weile lang mal provisorisch Steicoflex (Holzweichfaser) drin (aber nicht mit Winternutzung).
Der Bus riecht immer sehr sehr angenehm holzig :-)
Was ich jetzt aber feststellen konnte, ist dass das Steicoflex hauptsächlich an den senkrechten Stellen recht stark "fusselt" sprich dir regnen da die Krümel in sämtliche Hohlräume, das halte ich für sehr schlecht. Ich weiss nicht ob das mit Hanf weniger Probleme gibt.
Generell halte ich ein Puffer-Medium für nicht schlecht. Die ganze Theorie hinter Taupunkt und Dampfdruckgefälle ist mir geläufig (war teil meiner Ausbildung).
Was mich immer wundert: ich habe noch NIE im Netz was von weg gefaulter Dämmung und Rost durch den falschen Dämmstoff gefunden (was nicht heisst das es nicht vorkommt vielleicht auf häufig nur traut sich dann keiner es zu zu geben?) wäre toll wenn da jemand mal so "worst case" Beispiele bringt um zu verstehen auf was man sich im schlimmsten Fall einlässt.

Damit Feuchtigkeit nach innen entweichen kann, muss nicht zwangsläufig ein Lufstrom vorhanden sein wenn das Auto innen kalt ist und es sich in der Sonne erhitzt geht das Dampfdruckgefälle nach innen (so eine Situation gibt es im Hausbau quasi nie außer vielleicht unter schwarzer Dachpappe). Natürlich geht das sehr langsam und auch nicht immer...
Also alle Wärme die ein Fahrzeug durch Sonneneinstrahlung aufweißt (abgesehen von Fensterflächen) ist auch erst durch die Dämmung gewandert und hat dabei feuchtigkeit transportiert. Idealerweise hat man dabei immer ein Heki leicht geöffnet so das auch gleich nach außen abtransportiert wird.

Gute lüftung ist immer das A und O.

Ob man später am Tag den Effekt (trocknung von Außen nach Innen) nicht mehr hat, wenn man das Fahrzeug wieder "befeuchtet" wird ist egal, wenn in zwischenzeit sich mein Puffer wieder erholen konnte.

Interessanter ist eigentlich die Frage ob die Dämmung z.B. in der Nacht die Diffusionsfeuchtigkeit schnell genug aufnimmt so dass am Blech angelangt die Luft kaum noch zu Kondesat führt.

Also ich bin kein überzeugter "Naturfaser-Dämmer" allein schon wegen dem gefussel aber ob Kondensat bei guter Lüftungsstrategie (Standheizung zzgl Frischluftzirkulation) und nicht wochenlangem harten Winter-Camping wirklich ein Problem ist, halte für zumindest für fraglich.