Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

Tagebücher die den Camperausbau beschreiben
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#21
Meinen Respekt hast du. Ich habe selten eine so professionelle Elektroinstallation gesehen.

Gruß Wolfgang
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von Niggels
#22
Von Anfang an war klar, dass mir keine AGM oder ähnliches ins Haus kommt. Die gesalzenen Preise von fertigen Lithium Akkus sind allerdings ein dicker Brocken. Irgendwann stieß ich dann während meiner Recherche auf selbstgebaute LiFePo4 Akkus mit den berühmten blauen Zellen. Ich habe mich für 200Ah Zellen von Aliexpress entschieden und am Ende drei Monate darauf gewartet. In der Zwischenzeit habe ich das Gehäuse aus 15mm Siebdruck in Sketchup konstruiert und gebaut. Die Zellen sind paarweise längs angeordnet, sodass der Akku schön schmal baut und die länge des Elektroabteils schön ausnutzt. Zwischen den Zellen, sowie unten und an den Seiten befindet sich eine 3mm Gummimatte zum Kontaktschutz und Schwingungsdämpfung. Das Gehäuse an sich ist ziemlich eng gebaut, damit die Zellen ein bisschen Gegendruck bekommen, und auf keinen Fall Spiel im Gehäuse haben.
Das Konzept sieht außerdem vor, die Hauptsicherung, den Messschunt und das BMS fest im Gehäuse zu integrieren. Diese Komponenten bilden so oder so eine Einheit und ich sah keinen Grund das ganze zu trennen. Das Bluetoothmodul vom BMS kann ich bei Bedarf per Schalter ausschalten, weil man das Standard-Passwort der App nicht ändern kann.

Bei dem nächsten Akku würde ich wohl zusehen, dass die beiden "Batteriepole" weiter auseinanderliegen. Da der Sicherungshalter eine Abdeckung hat, ist es zwar relativ sicher, konzentrieren sollte man sich beim Anschluss allerdings schon. Wenn man die Zellen nebeneinander anordnet, sind die Batteriepole gegenüberliegend. Wie schon beschrieben, habe ich mich wegen meinen Platzverhältnissen aber für diese Variant entschieden.

Ich konnte mit dem Selbstbau des Akkus viel Geld sparen, dass an anderer Stelle investiert werden kann. Ohne den Messshunt lande ich bei etwas unter 500€. Das ist für 200AH eine ziemlich gute Bilanz und rein von der Investition her wahrschlich sogar im gleichen Bereich, wie 400AH AGM. Vom Platzbedarf und Gewicht brauche ich wohl nichts weiter dazu zu sagen. Bei gleicher Investitionssumme ist die Zyklenfestigkeit jedoch um ein vielfaches höher. Da durch das Elektroabteil ein (isoliertes) Heizungsrohr führt, habe ich auch im Winter, zumindest im Campingbetrieb, kein Problem mit Temperaturen unter 0°C und ich kann den Akku ganz normal laden- und entladen.
AkkuSketchup.jpg
DSC08549.JPG
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WoMo-Bastler, nnw3, BocTok gefällt dies
#24
Moin Niklas ;)

Das sieht alles extrem gut aus, Hut ab! Ein Abo muss ich auch direkt setzen.

Ich habe 2 Fragen, wenn es in Ordnung ist:
* wie hast du den (Schwerlast)Auszug befestigt? Mit Muffen in die Unterkonstruktion im Boden?
* du hast für den Ladebooster einen Not-Aus. Hast du diesen "einfach" in die stromführende Leitung von der Starterbatterie kommend gesetzt?

Danke Dir!
#25
@wällercämper
Ich habe im März letzten Jahres diese hier bestellt:
[Externer Link für Gäste nicht sichtbar]

Der Kontakt zum Verkäufer war ganz ok. Erst gab es etwas Verwirrung mit dem Tracking, weil mir keiner sagen konnte, ob die Zellen per Schiff oder Zug versandt wurden. Angekommen sind sie nach etwa 3 Monaten per Zug über Russland, Polen usw. Die Zellspannung der vier Kandidaten lag relativ ausgeglichen im Bereich 3,28- 3,30V. Aufgedunsen waren sie auch nicht und die Batteriepole sahen unbenutzt aus. Ich habe sie dann mit einem Labornetzteil parallel vollgeladen und ein paar Tage stehen lassen. Bisher bin ich super zufrieden mit der Leistung und vor allem Preis/Leistung. Wenn man sich ein bisschen reinließt und ein technisches Grundverständnis hat, ist der Bau eines solchen Akkus kein Hexenwerk. Da gibt es im Ausbau an anderer Stelle Sachen, die deutlich herausfordender sind.

@niklas
Vielen Dank!
Der Schwerlastauszug ist auf der einen Seite im Boden und im Schrank fixiert. In der Mitte "nur" mit einer Menge Pocketholes durch den Boden in die Lattung der UK. Für die Belastung der Schublade+Fahrräder reicht das völlig aus. Viel schwerer war die korrekte Ausrichtung, damit die Schublade schön läuft. Das hat mir den letzten Nerv gekostet.
Der Schalter für den Ladebooster sitzt in der Leitung vor der Verteilung vom Ausbau. Das Ganze ist nicht nötig, da es sich um die galvanisch isolierte Variante des Boosters handelt. Geschaltet wird es sonst ja nur, wie beschrieben, im Cockpit. Ich gehe damit nur auf Nummer sicher, dass wirklich alles stromlos geschaltet werden kann.
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von ChrisChris
#26
Niggels hat geschrieben: vor 8 Monate [*]MPPT: Victron Energy Smart Solar 100|30
[*]PV Modul: 400Wp Haushaltsmodul
Ich möchte im Frühjahr ein ähnliches 400Wp Modul inklusive Dachträger verbauen und bin daher sehr am Aufbau interessiert. Hast du für den Träger 40er Profile genommen? Ist das große Panel mit einem zusätzlichen Profil "unterfüttert" zur Stabilisation? Welche Winkel hat du für die Befestigung verwendet? Mir scheint das Einhängen in den Dachträger und dann befestigen die sinnvollste Methode, ohne sich umzubringen. :laughing:

Chris
#27
Das Modul hat passenderweise 38mm in der Höhe. Da ich es so unauffällig wie möglich integrieren wollte, habe ich mir ein Z-Profil aus Alu bestellt und mir 15cm lange Stücke rausgeschnitten. Die sind dann seitlich mit dem Modul verschraubt und von oben in den passenden "Dachträger-Ausschnitt" eingelegt und auch von oben verschraubt. So kannst du das Modul auf dem Boden / in der Werkstatt" vorbereiten und dann in einem 2. Schritt nur noch auf dem Dachträger festschrauben.

Schwarz: 40er Aluprofil
Blau: Z-Profil Alu, 40mm Schenkellänge
Grün: PV-Modul
Rot: Verschraubung
Skizze.JPG
ChrisChris gefällt dies
#28
Wenn die horizontale rote Verschraubung entsprechend solide ausgeführt wird, dann benötigst du nur einen Winkel und kein "Z". Die untere blaue Linie trägt dann nichts mehr. Nur als eine Idee von mir.
#29
@Niggels: Vielen Dank. Sehr inspirierend :thumbsup: :thumbsup:

Bitte erlaube mir einen Vorschlag: Brauchst du das Gas wirklich, wie in deinem Konzept vorgesehen?
Bei dem Elektro-Setup sollte doch auch eine Induktionskochplatte möglich sein?

Ich schreibe dir das, weil ich auch erst bei Gas war, dann aber im Forum über den Grill "Skotti" gelesen hatte (das wird unsere Außenküche), und mir dann auch eine Induktionsplatte speziell für Camper über den Weg gelaufen ist - daher verzichte ich auf die Gasinstallation.
viewtopic.php?p=69748#p69748
#30
Zum Kochen ist die Anlage nicht ausgelegt. Da wird es mit 200AH auch schon langsam zu knapp. Der Wechselrichter ist auch viel zu schwach auf der Brust. Für mich war es am Ende eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Ein Wechselrichter > 2000W und entsprechender Akku kosten einfach nochmal ein vielfaches mehr. Darum gehe ich den Kompromiss mit dem Gas ein.