Forum für Camper-Selbstausbauer!

Für angedachte, geplante, halbfertige und fertige Wohnmobilausbauten.

Tagebücher die den Camperausbau beschreiben
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#1
Hallo!

Nachdem meine Zulassung endlich durch ist, will ich nun auch meinen kommenden Ausbau dokumentieren. Die Papiere von der Zulassung habe ich vor ein paar Tagen endlich erhalten. Vorgestern habe ich dann voller Elan die Schilder angebracht und wollte zu einem Bekannten, den Bus vorstellen. Startete nicht. Es war um den Gefrierpunkt, da saß ich nun im kalten Kasten und habe geflucht. :rage: Der ADAC kam wie bestellt und überbrückte einmal, schon hat es geschnurrt. Misstrauisch geworden hat er dann die Batterie freigelegt und festgestellt, das die eigentlich zu klein ist für den Kasten. Das gibt bei kalten Temperaturen Probleme weil der Wagen nicht genug Saft zum Starten bekommt. Nun will ich kein exklusiver Sommercamper werden, die Temperaturen werden so schnell auch nicht besser werden, also habe ich mich mit dem nun schon mal laufenden Motor zu ATU aufgemacht. Anderthalb Stunden später hatte ich einen neue, diesmal geeignete Starterbatterie drin. Wieder nach Hause und Parkplatz gesucht. Einparken in engen Innenstadtlücken ist Horror. Ich weiß, Batterie günstig bestellen und selbst reinfummeln wäre billiger gewesen, aber bei der Kälte und mangelnder Erfahrung wäre ich vermutlich vorher erfroren.

Heute früh dann endlich zu meinem Bekannten. Auf dem Plan heute: Rückfahrkamera einbauen (meine Priorität), dazu ein kleiner Monitor vorne. Ein gruseliges Gefummel, ich war froh, das er was davon verstand, ich wäre gnadenlos gescheitert. Zog sich trotzdem wie Gummi. Nach erfolgreichem Test dann die Entfernung der Airlineschienen, die ich nicht rausbekommen hatte. Der mehrmalige Einsatz von Kriechöl in der letzten Woche meinerseits war erfolgreich, zwei gingen raus wie Butter. Die letzte machte Schwierigkeiten, eine Schraube war hinüber, das Teil mit Sika oder so was verklebt. Rohe Gewalt wirkt Wunder. :innocent: Wer Interesse hat, es sind insgesamt drei Airlineschienen zu vergeben. Die Schienen im Boden haben jeglichen Versuchen widerstanden, die werden wohl drinbleiben und überbaut.

Die Zurrösen, die die Bodenplatte halten, waren mit dem mir fehlenden Bit auch schnell gelöst, auch hier war die Vorbereitung mit Kriechöl Gold wert. Nur eine wollte partout nicht. Das Gewinde ist hinüber, da ist nichts zu machen. Ich überlege, ob man die Platte mit roher Gewalt hochhebeln könnte, dann sollte die Schraube doch ausreißen? Was anderes fällt mir nicht mehr ein. Löcher hab ich jetzt unten sowieso drin. Reicht es, die mit Sika zu verschließen? Oder muss ich die irgendwie anders abdecken? :thinking:

Fotos folgen, habe ich nach Stunden in der Kälte nicht mehr geschafft.

Chris
#2
Inzwischen habe ich auch den neuen Schließzylinder für die Hecktür bekommen. Nachdem die Verkleidung hinten ab war, sah man, das die Tür offenbar mal mit dem Schraubendreher aufgehebelt wurde. Da war etwas Rost unten am Griff, dass da ein Loch war, war von außen nicht so erkennbar. :rage: Leider war tatsächlich der Rest den alten Zylinders noch drin und ließ sich nicht entfernen. Ich werde also dieses Teil auch noch ersetzen müssen, das habe ich bei meiner Suche nach dem Zylinder schon irgendwo in der Bucht gesehen. Sollte aber immer noch preiswerter werden, als ein komplett neuer Türgriff.

Viel ärgerlicher ist die Verankerung der Tür (nennt man das so?), die hinter der Verkleidung in diversen Teilen aufgefunden wurde. Muss mal schauen, ob es das Teil komplett gibt, vom Stecker im Heck bis zur Feder.

Ich hoffe, das war es erst mal an Hiobsbotschaften. Von Boden mal abgesehen, den ich ja noch nicht in Augenschein nehmen konnte, sind es die üblichen offenen Kratzer, die mit Rostentferner und Farbe behandelt werden müssen.
Dateianhänge
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Einbruchsspuren
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Schließzylinder innen
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#3
Hej.
Nimm die Airlineschienen raus. Ausbohren ist ziemlich einfach, so auch bei der Zurröse. Fang mit einem kleinen guten Matallbohrer an, sollte wie durch Butter gehen :)
#4
malinke hat geschrieben: vor 5 Monate Hej.
Nimm die Airlineschienen raus. Ausbohren ist ziemlich einfach, so auch bei der Zurröse. Fang mit einem kleinen guten Matallbohrer an, sollte wie durch Butter gehen :)
Da ist nichts mit Butter, ein kleiner Bohrer hat schon die ewigen Jagdgründe gefunden. :laughing:
#5
Nimm ne kleine Flex (Winkelschleifer und schneide die Köpfe ab :slight_smile: wie auf den angehangen Fotos. :smirk: einfach 4 x rundherum.
Nimm die Bodenplatte und die Öse raus, Airline Schiene und Öse sind dann zwar kaputt, aber besser wie Du so Überraschungen erlebst wie ich :worried:
Das Thema mit dem Daily und Garagentor als Bodenplatte . :flushed: :stuck_out_tongue_winking_eye:
Dateianhänge
Screenshot_20201212-233347.jpg
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#7
Moin. Ok Ziegenbutter :joy:
Aber Spaß beiseite … die Schrauben bei mir hatten einen Imbuss Kopf, da kann man ja gut mittig ansetzen und dann habe ich quasi nur den Kopf auf/abgebohrt.
Das Gewinde blieb drin.
Bässte Grüße, M.
#8
Adrenalintrain hat geschrieben: vor 5 Monate Nimm ne kleine Flex (Winkelschleifer und schneide die Köpfe ab :slight_smile: wie auf den angehangen Fotos. :smirk: einfach 4 x rundherum.
Rundherum? Die Schrauben sind unten in der Schiene, die Schraube der Zurröse sitzt vertieft. Wie soll ich da rankommen? Da fehlt mir offenbar die Fantasie zu. :confused:

Chris
#9
Die Airlineschiene wird mit M5 oder M6 befestigt sein. Da kannst Du direkt zum 5/6mm Bohrer greifen. Zurrösen vermutlich M8. Da erst 4mm, dann 8mm nehmen. Da bricht idR auch nix ab, aber Schutzbrille würde ich trotzdem zu raten.

Bohren mit Geduld, langsame bis mittlere Drehzahl und etwas Druck. Schneidöl, auch zum kühlen hilft zusätzlich, ist aber kein muss. (Habe auch mal Motoröl verwendet, da ich sonst nix hatte. Hat beim Sägen von dünnem Alu auch geholfen.) Wenn der Kopf nicht abgeht, den letzten Rest evtl. mit einem dickeren Bohrer. Wenn alles raus ist kann man mit der Flex den Überstand wegmachen, sofern überhaupt notwendig.

Bei mir gingen die Zurrösen auch nicht raus. Akkuschrauber hat einfach blockiert und auch mit der Ratsche war nix zu machen. Da die Schraubenköpfe aber noch gut waren, bin ich kurz zu meiner Autowerkstatt. Mit Schraubenlöser und dem Schlagschrauber ging dann alles zerstörungsfrei raus. Vielleicht auch einen Versuch wert.

Im Übrigen hast Du einen fast 10 Jahre alten Transporter, der sicher schon einiges erlebt hat. Die Arbeiten am Anfang gehören halt dazu. Wenn Du unter dem Boden z.B. gar keinen Rost finden würdest, wäre das eine große Überraschung. Aber nicht verzagen. :wink: Hoffentlich ist der Boden nicht zusätzlich verklebt...
#10
Das Stichwort "Motoröl" rief alte Erinnerungen wach.
Philipp-313 hat geschrieben: vor 5 Monate(Habe auch mal Motoröl verwendet, da ich sonst nix hatte.
Nehmt als Schneidöl KEIN Motoröl, das schmiert zwar hervorragend, aber es hat auch eine hohe Scherfestigkeit, soll heißen, daß sich zwei Metalle nicht verhaken/fressen. Auch wenn es doof klingt, nehmt irgendein SALATÖL! Das schmiert auf den Flächen, hat aber keine hohe Scherfestigkeit an der Schneide. Damit kann die Schneidkante (des Bohrers/Schneideisen) das Öl gut durchdringen und das "gegnerische" Metall abtragen.
Vor Jahren als Tipp (wg. Trinkwasserleitung) eines Kollegen selbst umgesetzt. Die Schneideisen des Leihwerkzeugs für meine Verrohrung für Wasser + Heizung (DIY-Hausbau) waren stumpf (mit Motoröl) und haben teilweise sogar die Gewindegänge abgerissen. Mit Salatöl am gleichen Eisen: Wow! Hab für das ganze Haus damit alle Gewinde geschnitten. Super leichtes Schneiden, scharfe Gewinde.
Einziger Nachteil: Das Salatöl härtet nach wenigen Tagen aus wie Gummibärchen und ist durch nichts mehr aufzulösen. Entweder man läßt das Öl als Schraubensicherung am Gewinde, oder putzt sein Werkzeug sofort mit Fettlöser (Benzin).
Gruß Manfred
Der Ostwestfale, Philipp-313, mrt gefällt dies
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